Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke soll die Tat in seinem Geständnis als "Fehler" bezeichnet haben. Das berichtet der "Spiegel".

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In seinem Geständnis hat der mutmaßliche Mörder von Walter Lübcke die Tat offenbar bedauert. Stephan E., der beschuldigt wird, den Kasseler Regierungspräsidenten Anfang Juni erschossen zu haben, sprach nach Informationen des "Spiegel" von einem "Fehler".

Weiter berichtet das Magazin, Stephan E. habe von langer Hand geplant, den CDU-Politiker umzubringen. Er habe zum Kreis jener Menschen gehört, die im Jahr 2015 eine Bürgerversammlung Lübckes mit Zwischenrufen störten.

Mutmaßliche Unterstützer festgenommen

An dem Abend ging es um die Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft im nordhessischen Lohfelden. Walter Lübcke verteidigte die Aufnahme von Migranten und betonte, dass er stolz sei auf die Gemeinde und jene Ehrenamtlichen, die die Flüchtlinge unterstützen. Damals fielen auch die viel zitierten Sätze: "Es lohnt sich, in diesem Land zu leben. Und da muss man für Werte eintreten, und wer diese Werte nicht vertritt, kann jederzeit dieses Land verlassen, wenn er nicht einverstanden ist."

Der rechtsextremistisch gesinnte Stephan E. hat gestanden, Walter Lübcke erschossen zu haben. Er sitzt in Untersuchungshaft. Außerdem gab es zwei weitere Festnahmen in dem Fall: Der aus dem Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen stammende Elmar J. (64) soll Stephan E. 2016 die spätere Tatwaffe verkauft haben. Den Kontakt zwischen den beiden soll der aus Kassel stammende Markus H. (43) hergestellt haben. Den beiden wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen. (mcf/dpa)