• Nach einer Demonstration in der Nähe des G7-Gipfels sind sechs Menschen vorläufig festgenommen worden.
  • Sie sollen sich auf die Zufahrtsstraße zum Tagungshotel gesetzt haben - statt, wie von der Polizei gefordert, zurück in Busse zu steigen.
  • 50 G7-Kritiker wollten für ihre Demonstration zuvor näher an das Schloss Elmau heran, scheiterten damit aber vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.

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Nach einer kleinen Demonstration von G7-Kritikern in der Nähe von Schloss Elmau sind sechs Menschen vorläufig festgenommen worden. Sie sollen sich am Montag auf die Zufahrtsstraße zum Tagungshotel der sieben führenden Wirtschaftsmächte gesetzt haben - statt, wie von der Polizei gefordert, zurück in Busse zu steigen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin laufen gegen die sechs Demonstranten Ermittlungen wegen des Verdachts der Nötigung oder der versuchten Nötigung.

Zuvor hatten drei Busse 50 Aktivisten und rund zwei Dutzend Journalisten an den Sperrzaun rund 500 Meter vom Schloss entfernt gefahren, in dem Bundeskanzler Olaf Scholz und die übrigen G7-Gäste tagen. Dort folgte die Kundgebung unter anderem mit Redebeiträgen.

Das Bündnis "Stop G7 Elmau" kritisierte in den vergangenen Tagen mehrfach die Entscheidung der Behörden, die Aktivisten nicht näher an Schloss Elmau heranzulassen und ausschließlich mit Bussen zu transportieren. Sie klagten sich durch die Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht - das am Montag die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigte, die Demonstranten nicht 200 Meter näher ans Tagungshotel heranzulassen. (dpa/okb)