Nach dem Absturz eines deutschen Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Mali kommen neue Erkenntnisse zu dem Unglück ans Tageslicht.

Laut einem neuen Bericht an den Wehrausschuss soll der "Tiger"-Kampfhubschrauber die Rotorblätter verloren haben, bevor er auf den Boden aufschlug.


Wir stellen den Helikopter "Tiger" mit seinen Stärken und Schwächen vor. 

Das geht aus einem Schreiben des Bundesverteidigungsministeriums hervor, auf dass sich die Nachrichtenagentur "Reuters" bezieht.

Demnach lösten sich nach bisherigen Erkenntnissen "Teile des Luftfahrzeugs", nachdem es in einen starken Sinkflug übergegangen war.

Bis zu dem Absturz habe es keine Auffälligkeiten gegeben. Zwei Bundeswehr-Soldaten waren bei dem Unglück in Mali ums Leben gekommen.

Hubschrauber geriet schnell in starken Sinkflug

Der Hubschrauber sei am 26. Juli mit einer Geschwindigkeit von etwa 250 Kilometern pro Stunde in einer Höhe von etwa 550 Metern unterwegs gewesen, als er "plötzlich und für die Besatzung überraschend radikal die Nase senkte und in einen starken Sinkflug überging", heißt es in dem Schreiben.

Da die Maschine direkt nach dem Aufprall Feuer gefangen habe, sei der Absturz nicht zu überleben gewesen.

Absturzursache bleibt weiter unklar

Trotz der neuen Erkenntnisse über die verlorenen Rotorblätter stehe die Absturzursache jedoch weiterhin nicht fest, da beide Flugschreiber noch ausgewertet würden.

Ein 33-jähriger Major und ein 47-jähriger Stabshauptmann des Kampfhubschrauberregiments 36 aus Fritzlar (Nordhessen) waren bei dem Absturz gestorben.

Ihre Särge wurden nach Deutschland überführt und begleitet von einer Totenwache der Bundeswehr in den Fritzlarer Dom Sankt Peter gebracht, wo eine Trauerfeier abgehalten wurde. (she/dpa)