• Luisa Neubauer geht hart mit Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Gericht.
  • Die Klimaschützerin wirft Merkel große Versäumnise im Kampf gegen den Klimawandel vor.
  • Die Aktivistin fordert ein gemeinsames Vorgehen aller Parteien.

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Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer hat massive Vorwürfe gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erhoben: Diese habe "immer wieder Prioritäten gegen unsere Lebensgrundlagen, gegen ökologische Rechte und die Chancen künftiger Generationen gesetzt", sagte Neubauer der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe).

Große Weichenstellungen habe Merkel oft gegen ihre Partei durchgesetzt. "Beim Klimaschutz hat sie das selten getan", kritisierte Neubauer.

Neubauer: Es ist "möglich, der Bevölkerung etwas zuzumuten"

Mit Blick auf den Wahlkampf forderte die Mitorganisatorin von "Fridays for Future" ein gemeinsames Vorgehen aller Parteien. "Deutschland wird seinen Beitrag nicht leisten, wenn sich nicht alle für Klimagerechtigkeit einsetzen. Die Herausforderung ist so gewaltig, dass dafür ein überparteilicher Konsens notwendig ist", sagte die 25 Jahre alte Aktivistin der Zeitung.

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wozu die Menschen bereit sind, wenn man ihnen die Dramatik unmissverständlich aufzeige. Es sei "möglich, der Bevölkerung etwas zuzumuten, wenn die Politik ehrlich ist".

Beim Klimaschutz habe aber "bislang niemand einen ernsthaften Versuch unternommen, das zu tun, was getan werden müsste", sagte sie dem Blatt. Die Behauptung, das gehe alles nicht, weil die Menschen nicht mitmachten, sei bis heute unbelegt.

"Natürlich gibt es immer Opposition und Widerstand. Wäre das immer als Ausrede fürs Nichtstun genommen worden, hätte es weder das Frauenwahlrecht oder den Mindestlohn noch den Kohle- oder den Atomausstieg je gegeben", betonte Neubauer. (dpa/ska/mbo)

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