(jfi) - Am Montagabend hatte Verteidigungsminister zu Guttenberg die Universität Bayreuth gebeten, seinen Doktortitel abzuerkennen. Heute muss er nun im Bundestag den Abgeordneten Rede und Antwort stehen. Es wird mit einem Kreuzverhör durch die Opposition gerechnet, in dem der Minister erklären muss, warum er als Mitglied der Bundesregierung noch tragbar sein soll.

14.42 Uhr: Frage: Müssen wir mit weiteren Enthüllungen rechnen? Bis zu 73 Prozent der Arbeit sollen übernommen sein. Geht es hier wirklich nur um "Flüchtigkeitsfehler"? Wie verträgt sich das mit der von Ihnen abgegeben ehrenwörtlichen Erklärung?

Guttenberg: Ich brauche für eine intensive Nacharbeit noch mehr Zeit. Ich habe bislang nur einige Überprüfungen vornehmen können. Einige der mir vorgeworfenen Fehler erscheinen mir aber nicht plausibel.

14.30 Uhr: Frage: Was glauben Sie, wie ihr Täuschungsmanöver bei Menschen ankommt, die derzeit promovieren?

Guttenberg: Ich glaube, ich habe das richtige Signal gesendet an jene, die sich mit voller Kraft der Wissenschaft widmen. Es zeigt auch, wie viel Aufwand eine solche Arbeit darstellt. Ich war damit überfordert.

14.26 Uhr: Frage: Ist Ihnen bekannt, was mit Studierenden der Bundeswehruni passiert, die bei ihren Arbeiten schummeln?

Guttenberg: Nachgewiesene Vergehen von Studenten haben in diesem Fall auch dienstrechtliche Konsequenzen. Es zählt jedoch auch hier das absichtliche Täuschen.

14.17 Uhr: Frage: Haben Sie die Inanspruchnahme der wissenschaftlichen Dienste des Bundestages verschleiert?

Guttenberg: In der Fußnotenarbeit sind mir an zwei Stellen Fehler unterlaufen. Richtig ist, dass Ausarbeitungen in meine Arbeit eingeflossen sind. Diese wurden auch möglicherweise aufgrund einer schlecht leserlichen Bleistiftnotiz nicht ordentlich zitiert. Offenbar habe ich an einigen Stellen die Übersicht verloren. Ich bin gescheitert mit der Aufgabe, die Tätigkeit eines Abgeordneten mit der eines Doktoranden unter einen Hut zu bringen.

14.12 Uhr: Frage: Haben Sie ihr Ehrenwort abgeben, keine als die angebenen Hilfsmittel verwendet zu haben?

Guttenberg: Es war eine ehrenwörtliche Erklärung, kein Ehrenwort.

14.11 Uhr: Frage: Welches Signal senden Sie aus an Schüler, Studierende und Doktoranden in unserem Land?

Guttenberg: Die Signale, die ich aussende, orientieren sich an den Aufgaben eines Bundesverteidigungsministers. Die Signale, die ich in die Wissenschafts welt ausgesendet habe, waren schlecht. Deswegen habe ich mich aufrichtig entschuldigt.

14.10 Uhr: 30 Minuten lang werden dringliche Fragen zu Verteidigungsminister zu Guttenberg gestellt, anschließend die übrigen mündlichen Fragen der Abgeorneten.

13.40 Uhr: Schriftlich eingereichte Fragen der Abgeordneten werden von Vertretern der Bundesregierung mündlich im Plenum beantwortet. Zunächst werden 30 Minuten lang dringliche Fragen zu Libyen beantwortet.

13.00 Uhr: Die Sitzung des Bundestages beginnt mit der halbstündigen Befragung der Bundesregierung zur vorangegangenen Kabinettsitzung sowie zu aktuellen Themen.