Die Linksfraktionschefs Dietmar Bartsch und Amira Mohamed Ali bleiben doch noch länger als geplant im Amt. Die Fraktion stimmte am Mittwoch auf ihrer Klausurtagung in Berlin nach mehrstündigen Beratungen dem Vorschlag des Fraktionsvorstands zu, die für Montag geplante Neuwahl der Fraktionsspitze zu verschieben. Das gab der Parlamentarische Geschäftsführer Jan Korte am Rande der Klausur bekannt.

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Hintergrund ist die verfahrene Lage in der Linken. Die Parteispitze liegt mit der Abgeordneten Sahra Wagenknecht und ihren Anhängern seit langem im Streit um den richtigen Kurs. Wagenknecht erwägt die Gründung einer Konkurrenzpartei. Eine Entscheidung will sie bis zum Jahresende treffen. Einige Unterstützer würden dann wohl mit ihr die Fraktion verlassen, so dass diese die nötige Mindestgröße verlöre.

Ursprünglich war geplant, am Montag eine neue Fraktionsspitze zu wählen. Doch mehrheitsfähige Nachfolger für Bartsch und Mohamed Ali, die beide nicht mehr antreten wollen, wurden angesichts der ungewissen Situation bisher in der 39-köpfigen Fraktion nicht gefunden.  © dpa

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