• Der Linken-Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann gerät ins Kreuzfeuer.
  • Der Politiker wird wegen seiner Wahlkampfausgaben und einem Auftritt mit dem russischen Generalkonsul im Sommer 2021 kritisiert.
  • Jetzt wehrt sich Pellmann gegen die Anschuldigungen.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Der Linke-Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann ist wegen seiner Wahlkampfausgaben und einem Auftritt mit dem russischen Generalkonsul im Sommer 2021 in die Kritik geraten. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtete am Samstag von einer "Materialschlacht" im Kampf um das Direktmandat, das Pellmann voriges Jahr in seinem Leipziger Wahlkreis holte. Das Magazin beruft sich auf Politiker von Grünen, SPD und FDP, wonach sein Wahlkampf mindestens 120.000 Euro gekostet habe. Das sei weit mehr als üblich.

Pellmann weist Vorwürfe zurück

"Diese Zahl ist deutlich überzeichnet", sagte Pellmann am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt seien für den Bundestagswahlkampf in ganz Leipzig mit zwei Wahlkreisen etwa 50.000 Euro veranschlagt gewesen. Allerdings könnten zusätzlich Spenden eingeworben werden. "Es ist kein einziger Euro aus irgendeinem Unternehmen dabei", betonte Pellmann.

Auch habe es keine Spenden russischer Staatsbürger gegeben. Die Ausgaben würden bis Ende des 2. Quartals in einem Rechenschaftsbericht transparent aufgelistet. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, teile er die Kritik an Russland und seinem Präsidenten. Putin sei ein Kriegsverbrecher. "Demokratie und ähnliche Werte haben für ihn nie eine Rolle gespielt", konstatierte Pellmann. Allerdings lehne die Linke Waffenlieferungen jedweder Art ab. Das sei in den Beschlüssen der Partei sehr klar geregelt.

Pellmann ist als Kandidat für den Bundesvorsitz der Linken im Gespräch. Er selbst wolle bis Ende des Monats entscheiden, ob er kandidiere, sagte er am Samstag. (sbi/dpa)