Ron DeSantis gilt als eine der streitbarsten Personen der US-Politik. Nun haben sich mehrere CSU-Politiker mit dem umstrittenen Gouverneur von Florida getroffen. Beim Queer-Beauftragten der Bundesregierung kommt das nicht gut an.

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Ein Treffen mehrerer CSU-Politiker mit dem Gouverneur des US-Bundesstaats Florida, Ron DeSantis, hat Kritik ausgelöst. "Wenn die Politik von DeSantis ein Vorbild für die CSU ist, dann gute Nacht", sagte der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag).

"Der Rechtsaußen-Politiker führt in Florida einen Kulturkampf gegen Frauen und gegen Lesben, Schwule und transgeschlechtliche Menschen. Seine Gesetze sind eine akute Bedrohung für Minderheiten."

Scheuer lobt "starke" Einschätzungen von DeSantis

Der frühere Verkehrsminister Andreas Scheuer hatte am Freitag auf Twitter Fotos von einem Treffen mit dem republikanischen Gouverneur DeSantis geteilt.

Darauf sind unter anderem der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Florian Hahn, und die Vize-Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär, zu sehen.

Dazu schrieb Scheuer: "Die starken strategischen und außenpolitischen Einschätzungen des Gouverneurs heben die transatlantische Zusammenarbeit hervor."

Gouverneur von Florida polarisiert regelmäßig

Florida hat vor Kurzem das Verbot von Unterricht über sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität ausgeweitet. Die Regelung gilt mit wenigen Ausnahmen bis einschließlich zur zwölften Klasse. Das Gesetz ist in den USA sehr umstritten.

Im Streit über eine kritische Aussage über das Gesetz soll DeSantis auch den Unterhaltungskonzern Disney gezielt angegangen sein. Deswegen hat Disney inzwischen Klage gegen den Republikaner eingereicht.

DeSantis, der als möglicher Kandidat bei den Republikanern für die 2024 anstehende Präsidentschaftswahl gilt, steht in den USA desöfteren im Mittelpunkt von Kontroversen.

In einem viel beachteten PR-Stunt charterte er etwa im September 2022 ein Flugzeug, um Migranten von Texas aus als Provokation auf die liberale Insel Martha's Vineyard zu bringen. (dpa/thp)

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