Thüringen hat mit seinem Plan, als erstes Bundesland schon am 6. Juni die Corona-Schutzmaßnahmen aufzuheben, für Aufruhr gesorgt. Nun hat der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann klargestellt, dass die weitere Corona-Politik in der Verantwortung der Länder liegt. Es werde keine Absprachen mit der Kanzlerin mehr gebe.

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Das weitere Vorgehen in der Corona-Politik soll nach Angaben des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) künftig allein von den Ländern bestimmt werden. "Die Verantwortung liegt jetzt bei den Ministerpräsidenten und Landkreisen", sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart.

Es seien "keine weiteren Konferenzen geplant, weder von der Bundeskanzlerin noch vom Kollegen Söder", fügte er mit Blick auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hinzu.

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Einzelne Länger gingen Sonderwege

Seit dem Beginn der Corona-Krise hatten sich Merkel und die Länderregierungschefs in mehreren Schaltkonferenzen abgestimmt. Allerdings gingen einzelne Länder immer wieder Sonderwege und verschärften oder lockerten Maßnahmen entsprechend örtlicher Gegebenheiten oder politischer Vorstellungen.

Zuletzt sorgte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) mit dem Vorhaben für Aufsehen, ganz auf Auflagen zu verzichten und diese allenfalls regional anzuwenden, wenn das Infektionsgeschehen es erfordere. (awa/afp)

Die weltweite Reisewarnung der Bundesregierung soll zum 15. Juni fallen

Der Sommerurlaub außerhalb Deutschlands rückt immer näher. Ein Eckpunktepapier skizziert die Bedingungen zur Wiederbelebung des innereuropäischen Tourismus. Die weltweite Reisewarnung des Bundesaußenministeriums soll ab dem 15. Juni Geschichte sein. (Teaserbild: Apaydin Alain/ABACA/picture alliance)