Nach dem Rückzug von Sahra Wagenknecht als Co-Fraktionschefin der Linken strebt die Parteivorsitzende Katja Kipping dieses Amt vorerst nicht an.

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Sie wolle jetzt ihre ganze Energie in das Zukunftsprojekt neuer linker Mehrheiten und in den Dialog zwischen Partei und Gesellschaft stecken, sagte Kipping dem "Spiegel". "Das kann ich in der aktuellen Situation am besten als Parteivorsitzende".

Wagenknecht hatte angekündigt, aus Gesundheitsgründen nicht wieder für den Fraktionsvorsitz kandidieren zu wollen. Sie führt die Fraktion im Moment noch gemeinsam mit Dietmar Bartsch. Eine Neuwahl könnte noch vor der Sommerpause stattfinden.

Kipping hält an Doppelspitze fest

Ex-Fraktionschef Gregor Gysi hatte in der "taz" vorgeschlagen, Bartsch könne vorübergehend die Fraktion auch alleine führen. Dazu sagte Kipping der Deutschen Presse-Agentur am Montag: "Im Sinne der Parität und Parteitagsbeschlüsse bin ich ein Fan der Doppelspitze."

Alle Gruppen hätten jetzt die Pflicht, sich zusammenzusetzen und eine Lösung zu finden, die dem Ernst der Lage gerecht werde.  © dpa

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