Ein junger syrischer Flüchtling ist am Montag in Köln wegen Vorbereitung eines Terroranschlags verurteilt worden. Weil er erst 16 Jahre alt ist, bekam er eine Jugendstrafe von zwei Jahren.

Damit folgte das Landgericht Köln im Wesentlichen der Staatsanwaltschaft, die zwei Jahre und drei Monate beantragt hatte.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der 16-Jährige in einem Internet-Chat mit einem "IS-nahen Gesprächspartner" bereiterklärt hatte, eine Bombe zu bauen.

Tat in noch frühem Stadium

Die Tat habe sich allerdings noch in einem sehr frühen Stadium befunden. Eine konkrete Umsetzung von Anschlagsplänen habe noch nicht stattgefunden, eine konkrete Gefährdung der Bevölkerung habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden.© dpa