Japan und Südkorea haben sich angesichts der wachsenden Bedrohung durch Nordkoreas Raketentests und Chinas Machtstreben auf eine Wiederaufnahme ihres bilateralen Sicherheitsdialogs geeinigt. Eine Stärkung der bilateralen Beziehungen sei von Dringlichkeit, sagte der japanische Ministerpräsident Fumio Kishida am Donnerstag nach einem Gipfeltreffen mit dem südkoreanische Präsidenten Yoon Suk Yeol in Tokio. Beide Staats- und Regierungschefs einigten sich zudem auf eine Wiederaufnahme ihrer gegenseitigen Pendeldiplomatie. Wenige Stunden vor Beginn des Treffens hatte Nordkorea eine atomwaffenfähige Rakete mit einer Reichweite von Tausenden Kilometern getestet.

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Es ist das erste Mal seit zwölf Jahren, dass mit Yoon ein südkoreanisches Staatsoberhaupt zu bilateralen Gesprächen Japan besucht. Die beiden US-Verbündeten wollen ihre Streitigkeiten über den Umgang mit Japans Kolonial- und Kriegsvergangenheit überwinden. Hierzu hebt Japan seine verschärften Kontrollen für Ausfuhren von Materialien zur Herstellung von Chips und Displays nach Südkorea auf.

Im Gegenzug zieht Seoul ein vor der Welthandelsorganisation (WTO) angestrengtes Schlichtungsverfahren zurück. Hintergrund des Handelsstreits war ein Streit über die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter während Japans Kolonialherrschaft (1910 bis 1945).  © dpa

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