• Der prominente Hongkonger Aktivist Joshua Wong hat sich schuldig bekannt, einen unerlaubten Protest organisiert zu haben.
  • Das teilte ein Sprecher Wongs während der laufenden Gerichtsanhörung am Montag mit.
  • Auch Mitstreiter Ivan Lam und Agnes Chow bekennen sich schuldig.

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Bereits kurz vor Beginn der Verhandlung hatte Wong seinen Plan angekündigt, sich schuldig bekennen zu wollen und eine unmittelbare Gefängnisstrafe in Kauf zu nehmen. Neben Wong kündigte auch sein Mitstreiter Ivan Lam an, sich schuldig bekennen zu wollen. Die ebenfalls angeklagte Aktivistin Agnes Chow hatte dies schon zuvor getan.

Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete, erklärte Wong, er werde sich schuldig bekennen, am 21. Juni des Vorjahres eine nicht autorisierte Versammlung vor dem Polizeipräsidium im Stadtteil Wan Chai organisiert zu haben. Laut Wong handele es sich zwar um ein geringfügiges Vergehen. Er und seine Mitstreiter seien aber vorbereitet, eine sofortige Haftstrafe anzutreten. Er hoffe, dass so die weltweite Aufmerksamkeit auf das Hongkonger Justizsystem gelenkt werde, das von Peking manipuliert werde.

Joshua Wong: Schon 2014 verurteilt

Der 24-Jährige ist eines der bekanntesten Gesichter der Hongkonger Demokratiebewegung, er hatte bereits als Teenager Proteste organisiert. Wong und andere Mitstreiter waren bereits vor drei Jahren im Zusammenhang mit den 2014 ausgebrochenen "Regenschirm-Protesten" für mehr Demokratie zu mehrmonatigen Gefängnisstrafen verurteilt worden.

Im vergangenen Jahr waren dann noch deutlich größere Proteste gegen den zunehmenden Einfluss Pekings ausgebrochen. China verabschiedete daraufhin Ende Juni ein umstrittenes Sicherheitsgesetz für Hongkong. Es richtet sich gegen Aktivitäten, die China als subversiv, separatistisch oder terroristisch ansieht. Es ist der bisher weitestgehende Eingriff in Hongkongs Autonomie und gibt Chinas Staatssicherheit weitreichende Vollmachten.  © dpa

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