FPÖ-Chef Heinz Christian Strache lässt kein gutes Haar an Angela Merkel. Schlechter könne man es nicht machen, erklärte er am Wochenende in einem Interview mit der "Welt".

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry wäre die bessere Kanzlerin für Deutschland als Angela Merkel: Davon ist zumindest Heinz-Christian Strache (FPÖ) überzeugt.

Im Hinblick auf die Flüchtlingspolitik sagte Strache im Interview mit der "Welt am Sonntag": "Sie kann es nur besser machen. (...) Was da in Deutschland angerichtet wurde, das kann man nicht mehr schlechter machen."

Und weiter: "Bei all dem Schaden, den Frau Merkel anrichtet, habe ich keine Schadenfreude", betonte Heinz-Christian Strache. "Im Gegenteil, ich bin zutiefst besorgt über ihre unverantwortliche Willkommenskultur."

Heinz-Christian Strache: "Merkel hat europäischem Gedanken geschadet"

Kritik übte er an den Wirtschaftsmigranten, die eine Last für die Staaten Europas bedeuteten: "Das sind jedenfalls keine Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention."

Deutschland hätte unter Merkel sein Gewicht einsetzen müssen, um Konflikte zu beseitigen und viel früher den Nachbarn Syriens zu helfen, tadelte Strache. "Stattdessen hat auch Deutschland die Hilfe für die Flüchtlingslager rund um Syrien sogar reduziert. Wo war da die Menschlichkeit?" Das Schengen-Abkommen sowie die Dublin-Vereinbarung seien zudem außer Kraft gesetzt worden: "Damit hat Frau Merkel dem europäischen Gedanken geschadet."

Zum Thema Populismus sagte der FPÖ-Chef, dass er etwas Gutes sei: "Es muss Aufgabe der Politiker sein, auf die Bevölkerung zu hören". (af)