• Ältere Menschen haben am Arbeitsmarkt oft schlechtere Chancen.
  • Angesichts des Fachkräftemangels plädiert Arbeitsminister Heil dafür, dass Unternehmen umdenken.
  • Die Haltung älterere Menschen nicht einzustellen, könne man sich "nicht mehr leisten".

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Angesichts des Fachkräftemangels hat Arbeitsminister Hubertus Heil Unternehmen aufgefordert, ältere Beschäftigte nicht aufs Abstellgleis zu schieben. "Der Fachkräftemangel droht zur Wachstumsbremse zu werden. Dass viele Unternehmen Menschen über 60 nicht mehr einstellen, ist eine Haltung, die wir uns deshalb nicht mehr leisten können", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag".

Es gelte, in Firmen für altersgerechte Arbeitsplätze zu sorgen. "Nur so kann sichergestellt werden, dass die Arbeit wirklich bis zum Renteneintritt erledigt werden kann." Heil bekräftigte seine Haltung, dass das Renteneintrittsalter nicht weiter nach oben gesetzt werden dürfe. "Nicht das gesetzliche Renteneintrittsalter muss steigen, sondern das tatsächliche."

Nur Bruchteil der Deutschen will bis 67 arbeiten

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der Zeitung will eine Mehrheit der Menschen in Deutschland mit 63 Jahren oder früher in Rente gehen. 62 Prozent äußerten sich entsprechend. Nur 8 Prozent gaben in der Umfrage an, dass sie bis 67 oder länger arbeiten wollen.

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte am vergangenen Wochenende gefordert, den Anteil derer zu steigern, die wirklich bis zum Renteneintrittsalter arbeiten können. "Steigerungspotenzial" gebe es auch beim Anteil von Frauen am Arbeitsmarkt. Dafür müssten aber Ganztagsangebote in Krippen, Kitas und Schulen ausgebaut werden. (dpa/thp)

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