Gerhard Schröder wird 75 - Seine besten Sprüche

Am Sonntag wird Altkanzler Gerhard Schröder 75 Jahre alt. In seiner langen Karriere hat er schon so manche Sprüche von sich gegeben, mal staatsmännisch, mal flapsig. Hier sind seine besten.

"Familie und das ganze Gedöns": Im schröderschen Politik-Jargon heißt so das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Bei der Bundestagswahl 2005 verliert Gerhard Schröders Rot-Grüne Koalition die absolute Mehrheit. In der legendären Elefantenrunde nach der Wahl sagt er an Angela Merkel gerichtet: "Sie wird keine Koalition mit meiner Partei zustande kriegen. Machen Sie sich da nichts vor." Er wird nicht Recht behalten. Die SPD geht wenige Wochen später als Juniorpartner in eine große Koalition mit der Union.
Gerhard Schröder war Zeit seines Lebens ein Fußballfan. 2000 äußert sich der Bundeskanzler scherzhaft zur offenen Bundestrainerfrage: "Ich mache es im Nebenberuf - Bundestrainer. Aber nur am Wochenende."
Für die allgemeine Aufregung über die Einführung der Praxisgebühr hat der Bundeskanzler kein Verständnis. "Alles wird überlagert von der Vorstellung, dass dieses Land in Bedrängnis kommt, weil man zehn Euro pro Quartal beim Arzt abliefern soll. Als wenn das die Schicksalsfrage der Nation wäre."
"Auch Sie ganz persönlich können Konjunkturmotor sein." ist wohl einer der knackigsten Sätze aus seiner Neujahrsansprache 2003/2004. Er geht mit einem Appell für mehr Eigenverantwortung der Bürger einher.
Gerhard Schröders überzeugendes Statement zur Steuerreform 2003 lautet: "Man kann es so oder so machen. Ich bin für so."
Ende 2002 begann die Irakkrise die mit dem Einmarsch der USA endete. Gerhard Schröders Haltung zu den Plänen der Vereinigten Staaten dürfte seinen Amtskollegen Bush wenig erfreut haben: "Für Abenteuer stehen wir nicht zur Verfügung."
"Wer arbeiten kann, aber nicht will, der kann nicht mit Solidarität rechnen. Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft!". Dieser Satz Gerhard Schröders stammt nicht erst aus Zeiten der Agenda 2010. Bereits 2001 verlangt er von den Arbeitsämtern einen strengeren Umgang mit Arbeitslosen, die Jobs abgelehnt haben.
Während einer Autogrammstunde am Rande einer SPD-Veranstaltung 2000 überkommt den Bundeskanzler ein solcher Durst, dass er sogar mit Streik droht. "Hol' mir mal 'ne Flasche Bier, sonst streik ich hier, und schreibe nicht weiter!". Stefan Raab macht später sogar ein Lied aus diesem legendären Satz.
Ebenfalls legendär ist noch ein Satz aus Schröders Amtszeit, der sich auf seine Fähigkeit als Kanzler bezieht: "Zum Regieren brauche ich nur Bild, Bams (Bild am Sonntag) und Glotze."