Rund 1.500 als gefährlich eingestufte Islamisten leben in Deutschland. Rund 25 Prozent sind Asylbewerber.

Fast ein Viertel der als gefährlich eingestuften Islamisten in Deutschland sind Asylbewerber. Das geht laut "Spiegel" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden Stephan Thomae hervor.

Demnach stuft das Bundeskriminalamt rund 1.560 Männer und Frauen als "Gefährder" oder "relevante Personen" in der Extremistenszene ein. 362 von ihnen hätten einen Antrag auf Asyl gestellt.

Zehn Gefährder abgeschoben

Die hohe Zahl sei auch "auf die Migrationsbewegungen im Kontext des Kriegsgeschehens in Syrien und Irak zurückzuführen", zitiert das Nachrichtenmagazin aus der Regierungsantwort.

Bund und Länder versuchen inzwischen, Gefährder schneller abzuschieben. Seit dem Terroranschlag in Berlin im Dezember 2016 haben die Innenminister dem Bericht zufolge in 13 Fällen eine sofortige Abschiebungsanordnung erlassen, bislang mussten zehn der Betroffenen das Land verlassen.

Eine solche Anordnung darf verhängt werden, um "eine besondere Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland" abzuwehren.© dpa

Der Staat war zuletzt oft nicht in der Lage, ausreichend für Recht und Ordnung zu sorgen, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Alles nur Panikmache eines CDU-Scharfmachers oder der Anstoß für eine nötige Veränderung? Ein Blick auf die Fakten.