Die Auszeichnung von Juan Manuel Santos mit dem Friedensnobelpreis kam für viele Medienvertreter nicht überraschend. Auch wenn das Referendum zum Friedensvertrag gescheitert ist, die Ehrung des Kolumbianischen Präsidenten wird als Motivationsschub verstanden, die Verhandlungen mit der FARC weiter voran zu treiben.

Tagesschau: "Eine Überraschung ist es nicht"

Der diesjährige Friedensnobelpreis an den kolumbianischen Präsidenten Santos muss als Signal der Unterstützung des Friedensprozesses verstanden werden. Bezeichnend: Die kolumbianische Rebellengruppe Farc wurde nicht ausgezeichnet. Zum Video.

Süddeutsche.de: "Ein Friedensnobelpreis, der Beifall verdient"

Kolumbiens Präsident Santos hat für den Friedensprozess viel riskiert. Die Auszeichnung ist die Motivation, die die Kolumbianer brauchen. Zum Artikel.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Rückenwind für den Friedensstifter"

Kolumbiens Präsident Santos geht in die Weltgeschichte ein - obwohl sein Abkommen mit den Farc-Rebellen (vorerst) gescheitert ist. Doch vielleicht hilft auch da der Friedensnobelpreis ein wenig nach. Zum Artikel.

Zeit: "Friedenspreis für den Kriegsminister"

Juan Manuel Santos verantwortete als Kolumbiens Verteidigungsminister den Kampf gegen die Farc. Jetzt setzt er sich für den Frieden ein und bekommt dafür den Nobelpreis. Zum Artikel.

Stuttgarter Zeitung: "Die richtige Entscheidung"

Seit über 50 Jahren tobt ein blutiger Bürgerkrieg in Kolumbien. Präsident Santos will das Morden beenden, dafür ist er zurecht mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden. Zum Artikel.

Neue Züricher Zeitung: "Sauerstoff für die unerfüllte Mission"

Der Preis an Santos ist eine Würdigung des Erreichten: der mutigen Initiative des Präsidenten, der beharrlichen Arbeit seiner Unterhändler und – wenngleich unausgesprochen – der Dialogbereitschaft der Farc. Zum Artikel.

The Guardian: "Der Nobelpreis von Juan Manuel Santos könnte den Friedensprozess in Kolumbien retten"

Präsident Santos wird die Auszeichnung allein erhalten. Der FARC-Führer Timoschenko wird nicht geehrt - ein Versäumnis, das nicht unbemerkt bleiben wird. Zum Artikel.