In Spielfeld ist der Bau des Zaunes an der Grenze zu Slowenien in vollem Gange. Nun wurde bekannt: Der Zaun wird eine Lücke haben - an einer Stelle, die einem ehemaligen Politiker gehört.

Wochenlang hatte es gedauert, bis die Regierung sich auf die Version des "Grenzzaunes light" geeinigt hatte. 2,20 Meter hoch und 3,7 Kilometer lang sollte der Zaun an der Grenze zu Slowenien werden. Er soll Flüchtlinge daran hindern, die neue Registrierungsstelle an der Grenze zu umgehen.

Barriere in Spielfeld soll auf Länge von 3,7 Kilometern errichtet werden.

In ihm wird jedoch eine Lücke von 8,1 Metern klaffen, da ein Grundbesitzer dem Bau nicht zugestimmt hat, wie die APA berichtet. Der ehemalige ÖVP-Politiker aus Graz weigerte sich, einen Zaun auf seinem Grundstück erreichten zu lassen.

Das Innenministerium kündigte unterdessen andere "technische und grenzpolizeiliche Maßnahmen" an dieser Stelle an.

Polizei sieht kein Problem

"Für mich ist das total okay", äußerte sich Landespolizeidirektor Manfred Komericky gegenüber dem ORF, "wir hatten dieses Konzept miterarbeitet. Es handelt sich hier um einen Berg, rund 200 Meter hinauf. Das ist eine nahezu unüberwindbare Stelle. Wo es notwendig ist, werden wir mit Personalressourcen unterstützen".

Über den Grenzübergang Spielfeld in der Steiermark kamen in den vergangenen Wochen teils mehrere Tausend Flüchtlinge und Migranten pro Tag nach Österreich. In den vergangenen Tagen war die Lage allerdings ruhig.

(af mit Material der dpa)