Flüchtlingskrise in Deutschland und Europa

Es ist die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa und Deutschland. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Allein in diesem Jahr werden in Deutschland über 800.000 Asylbewerber erwartet. Wie groß die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Deutschland und Europa mit den Flüchtlingen umgehen und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Prominente Unterstützer auf der einen, scharfe Kritiker auf der anderen Seite: Die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel spaltet die Nation – und die Bundesregierung. Gefährdet die Kanzlerin mit ihrer Haltung ihr Amt?

Thomas de Maizière hat in der Flüchtlingskrise schon viel gesagt. Doch offenbar entspricht nicht alles davon der Wahrheit. So hat der Innenminister behauptet, "30 Prozent" der Asylsuchenden gäben sich als Syrer aus, seien aber keine. Nach Recherchen des ARD-Magazins "Panorama" ist diese Behauptung falsch.

Streit mit Ansage. CSU-Chef Seehofer möchte Zuwanderung begrenzen. Zudem will er Flüchtlinge an der Grenze zu Österreich abweisen lassen. Wien will dem nicht tatenlos zusehen. Und die Kanzlerin bekräftigt: Verfolgte werden weiter aufgenommen.

Die Zahl der Gewalttaten gegen Flüchtlinge steigt. Innenminister Thomas de Maiziere zufolge "gab es in diesem Jahr bereits mehr als 490 Straftaten gegen Asylbewerberunterkünfte." In einem Interview nannte er diese Entwicklung "besorgniserregend" und "eine Schande für Deutschland".

Kanzlerin Angela Merkel ist fest davon überzeugt, dass Deutschland die Flüchtlingskrise bewältigen wird - auch wenn ihre "Wir-schaffen-das"-Politik in der Kritik steht. Bei "Anne Will" hat sie nicht nur ihre Politik verteidigt, sondern auch eine neue, kämpferische Seite gezeigt. Wie fanden Sie den Auftritt der Kanzlerin? Und ist die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin richtig? Stimmen Sie ab!

Die beschauliche Stadt Hardheim im Odenwald hat für Flüchtlinge Benimmregeln aufgestellt. Den Knigge veröffentlichte die Gemeinde auf ihrer Internetseite.

Der Druck auf Angela Merkel in der Flüchtlingskrise wächst – auch aus den eigenen Reihen. Doch die Kanzlerin hält daran fest, dass ihr Weg der richtige ist. Das bekräftigte Merkel nun bei einem Solo-Auftritt in der ARD-Sendung "Anne Will". Ein voller Erfolg, wenn man nach den Pressestimmen geht.

Vor dem Europaparlament in Straßburg werben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande für eine gemeinsame europäische Lösung der Flüchtlingskrise. Merkel sprach sich für eine Neuausrichtung europäischer Außenpolitik aus und warnte vor nationaler Abschottung. Die wichtigsten Punkte des Treffens.

Der Flüchtlingsstrom in Deutschland reißt nicht ab. Die Politik, Kommunen, freiwillige Helfer und Polizei sehen sich zunehmend überfordert. Um das Thema "Wo liegen unsere Grenzen" drehte sich dann auch der sonntägliche Talk bei Günther Jauch. Einer der Gäste, Herbert Grönemeyer, fiel durch einen bizarren Auftritt auf. Im Nachhinein gibt es dafür reichlich Kritik.

Auf einmal fordert "Dunkeldeutschland" den Rücktritt der Kanzlerin, kommt scharfe Kritik aus den eigenen Reihen. Dabei macht Angela Merkel in der Flüchtlingskrise vieles richtig.

Die Kritik an Angela Merkels Politik wächst: In der Flüchtlingskrise will die Bundeskanzlerin ihren Kurs höchstens variieren, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer verlangt eine Umkehr. Derweil muss die Union in Wahlprognosen Verluste hinnehmen. Es rumort in CDU und CSU. Steht die Kanzlerin jetzt ganz alleine da? Antworten eines Merkel-Kenners.

Die EU hat am Montag dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Brüssel einen Vorschlag unterbreitet. Endlich ein Durchbruch in der Flüchtlingskrise?

Die Deutschen beurteilen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung einer Umfrage zunehmend skeptischer. 59 Prozent hielten die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für falsch, syrische Flüchtlinge aus Ungarn unregistriert nach Deutschland einreisen zu lassen.

Thomas de Maizière muss aktuell herbe Kritik in den sozialen Medien einstecken. Grund dafür sind seine kritischen Aussagen in Bezug auf Flüchtlinge

Kassel, Suhl, Dresden, jetzt Hamburg – Gewaltsame Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen nehmen zu.  Der Ruf nach Konsequenzen wird lauter; doch noch streiten Experten und Politiker über die Ursachen und darüber, wie sich die Gewalt verhindern lässt. Während ein Vorschlag fast im Keim erstickt, hat ein Bundesland bereits Maßnahmen ergriffen.

Die Gewalt unter Flüchtlingen nimmt offenbar zu. Meldungen über Massenschlägereien in Unterkünften lassen derzeit verschiedene Lösungsvorschläge diskutieren. Unter anderem forderte die Polizeigewerkschaft, Flüchtlinge nach ihrer Religion zu trennen. Populistisch und absurd meint Lamya Kaddor. Im Interview erklärt die Islamwissenschaftlerin über die Folgen und macht einen ganz anderen Lösungsvorschlag.

Der bayerische Finanz- und Heimatminister Markus Söder will angesichts der Flüchtlingskrise das Land abschotten. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte der CSU-Politiker, man müsse die Grenzen "besser schützen".

Angela Merkel gilt als abwartende, zögernde Politikerin. Aber in der Griechenland- und Flüchtlingskrise wählte die deutsche Bundeskanzlerin klare Worte, manche sprechen schon von der "Basta-Kanzlerin". Der Politologe Thomas Jäger sagt, Merkel sei schon immer entscheidungsstark gewesen.

Im September könnte die Zahl der neu angekommenen Flüchtlinge so hoch ausfallen wie die Gesamtzahl der Asylbewerber 2014. Klar ist schon, dass es ein absoluter Rekordmonat wird. Angesichts des großen Zustroms von Flüchtlingen bereitet die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge weitere Gesetze vor.

Die Bundesregierung hat einen Bericht dementiert, wonach syrische Flüchtlinge vom regulären Asylverfahren ausgenommen werden und direkt für drei Jahre eine Aufenthaltserlaubnis erhalten sollen. Dies sei nicht zutreffend, sagte eine Regierungssprecherin am Samstag. Nähere Angaben machte sie nicht.

Wegen ihrer Haltung in der Flüchtlingsfrage schlägt Angela Merkel seit Wochen viel Kritik aus der CSU entgegen - und nun auch zunehmend aus den eigenen Reihen der CDU. Doch die Kanzlerin hat ihren politischen Instinkt nicht verloren. Denn einen großen Teil der Bevölkerung weiß sie hinter sich.

Ein syrisches Flüchtlingskind zeichnet ein Bild von seinen Erlebnissen und schenkt es einem Bundespolizisten in Passau. Der postet es auf Twitter. Tausendfach wird es in sozialen Netzwerken geteilt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel schließt eine mögliche Einbindung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad in Friedensgespräche für Syrien nicht aus. Sie sagte nach dem EU-Gipfel zur Flüchtlingskrise: "Es muss mit vielen Akteuren gesprochen werden, auch mit Assad."

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bereitschaft zu Gesprächen mit Syriens Staatschef Baschar al-Assad erklärt. Was steckt hinter ihrer Aussage? Was würden Gespräche mit Assad bedeuten? Und wie könnte überhaupt eine Lösung für den Krieg in Syrien aussehen?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Flüchtlingskrise als "nationale, europäische und globale Kraftanstrengung" bezeichnet. Zur Lösung müssten vor allem die Ursachen bekämpft werden - wie der Bürgerkrieg in Syrien. An Europa appelliert die Kanzlerin, dass die Umverteilung von Flüchtlingen keine einmalige Aktion sein darf.

Zur Bekämpfung der Ursachen der Flüchtlingskrise will Bundeskanzlerin Angela Merkel auch mit dem syrischen Diktator Baschar al-Assad sprechen. Das sagte sie nach dem EU-Sondergipfel. Zudem betonte sie, dass eine Abschottung Europas beispielsweise durch Zäune keine Lösung seien.

Während einige "besorgte Bürger" Flüchtlingsunterkünfte niederbrennen, zeigen ein paar Dortmunder der Welt ein anderes Gesicht von Deutschland. Weil die Stadt mit der Welle an Flüchtlingen überfordert ist, organisieren Freiwillige kurzerhand selbst ein Versorgungssystem. Und alles, was es dazu braucht, ist eine Facebook-Gruppe.

Mit einer Mehrheitsentscheidung haben die EU-Innenminister einen Verteilungsschlüssel für die 120000 Flüchtlinge in Europa beschlossen. Doch es bleibt unklar, wie sie den gegen die Nein-Stimmer durchsetzen wollen. Und auf die Flüchtlingsprobleme von morgen gibt die Entscheidung überhaupt keine Antwort.

Die Mehrheitsentscheidung der EU-Innenminister zur Umverteilung von 120 000 Flüchtlingen in Europa sorgt für Streit. Ungarn, die Slowakei, Tschechien und Rumänien stellen sich klar gegen einen Verteilschlüssel. Diese wurden jedoch von den anderen EU-Staaten überstimmt. Eine solche Abstimmungsweise ist zwar erlaubt, aber unüblich - normalerweise werden so bedeutungsvolle Themen einstimmig beschlossen.

Wie wirkt sich der Exodus auf die Gesellschaft aus? Nicht nur in Europa, auch in den Herkunftsländern der Flüchtlinge wird kontrovers über die Ursachen und Folgen der Abwanderungswelle gestritten. In Syrien versucht die Assad-Regierung, das Thema für die eigene Propaganda zu missbrauchen.

Die kroatische Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic hat heftige Politik an der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel geübt. Sie wirft der Bundeskanzlerin vor für Chaos gesorgt zu haben. Derweil scheint eine europäische Einigung in der Flüchtlingspolitik in greifbarer Nähe zu sein.

Der rechtskonservative ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat die Entscheidung verteidigt, die Grenzen seines Landes mit Sperranlagen gegen Flüchtlinge abzuschotten. Im eigenen Land kommt diese harte Asylpolitik offenbar gut an.

Tausende Menschen lassen sich von Grenzschließungen und fehlender Aufnahmebereitschaft einiger EU-Länder nicht abschrecken. Sie ziehen in Gruppen zu Fuß über Grenzen und stürmen an Polizisten vorbei Richtung Westeuropa. Und noch immer versuchen viele die lebensgefährliche Flucht übers Mittelmeer. Ein Überblick.

Immer mehr Flüchtlinge kommen derzeit nach Deutschland. Nicht immer werden sie herzlich empfangen. Viele Bürger sind gegen Migranten - und zeigen das öffentlich, beispielsweise auf Facebook. Diese Postings nehmen oft rassistische und hetzerische Dimensionen an. Im Interview erklärt Prof. Dr. Tobias Keber, Experte für Medienrecht, wie sich ein User bei solchen Postings verhalten soll.

Am Wochenende sind erneuet Tausende in Richtung Europa unterwegs: Österreich hat Flüchtlingen die Einreise verweigert, vor der griechischen Insel Lesbos hat sich erneut ein Bootsunglück ereignet und am Samstag sind rund 2.700 Flüchtlinge in Bayern angekommen. Die aktuellen Ereignisse im Ticker.

Die Lage an den europäischen Grenzen wird zunehmend unüberschaubarer. In Kroatien warten die Flüchtlinge auf ihre Weiterreise, in Österreich sind in der Nacht zum Samstag erneut rund 6.700 Flüchtlinge angekommen. Die aktuellen Ereignisse im Ticker.

Zehntausende Flüchtlinge haben seit Ende August München erreicht. Eine Mammutaufgabe für Hilfsorganisationen, freiwillige Helfer und Polizei. Im Interview erklärt Colin Turner, ein Freiwilliger vor Ort, mit welchen Problemen die Helfer zu kämpfen haben und wie die Flüchtlingshilfe während des Oktoberfestes abläuft.

Arm? Rückständig? Schlecht ausgebildet? Syrer stellen mit rund einem Fünftel die größte Flüchtlingsgruppe in Deutschland, aber immer noch existieren viele Vorurteile über ihr Land. Wir haben sie einem Realitätscheck unterzogen.

Immer mehr Flüchtlinge versuchen über Kroatien in die EU zu gelangen. Slowenien und Ungarn versuchen das zu verhindern; die einen mit verschärften Grenzkontrollen, die anderen mit dem Bau eines weiteren Grenzzauns.

Während sich vor allem Deutschland für eine gerechte Verteilungsquote innerhalb der Europäischen Union einsetzt, sperren sich viele osteuropäische Staaten dagegen. Nun droht Außenminister Frank-Walter Steinmeier, einen Verteilungsschlüssel notfalls per Mehrheitsentscheid auf den Weg bringen zu wollen. Aber geht das so einfach?

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) erhöhte den Druck auf die Gegner einer Flüchtlingsquote in der EU. Laut Steinmeier könnte es durchaus sein, dass eine Quote zur Verteilung von Flüchtlingen notfalls auch gegen den Willen der Blockierer aus Osteuropa durchgesetzt werde.

Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Manfred Schmidt, tritt "aus persönlichen Gründen" zurück. Das teilte das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin mit.

Deutschland kontrolliert seit Sonntag seine Grenze zu Österreich, der südliche Nachbar führt ebenfalls wieder Kontrollen ein, Ungarn macht seinen Zaun zu Serbien endgültig dicht. Während die einen diese Maßnahmen als längst überfällig begrüßen, werden sie von anderen als überzogen und menschenfeindlich kritisiert. Die einzigen Profiteure seien die Schleuser, sagte die Linken-Politikerin Jule Nagel.

Europa diskutiert über die Verteilung von Flüchtlingen und immer wieder gerät Ungarn in die Kritik. Bei "Anne Will" nahm der ungarische Minister Zoltán Balog zum Einsatzes von Wasserwerfern und Tränengas gegen Asylsuchende Stellung – wenig überzeugend.

Mit deutlichen Worten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag auf die Kritik an ihrer Haltung in der Flüchtlingspolitik reagiert. Wörtlich sagte sie: "Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land." Hat sie damit recht? Und wie geht Deutschland aktuell mit der Flüchtlingskrise um?

Oktoberfest und Flüchtlingskrise - München steht in diesen Tagen im Fokus. Die Behörden wollen fröhliche Wiesngäste und Asylsuchende am Münchner Hauptbahnhof möglichst auseinanderhalten. Sie bleiben betont entspannt: Nur keine Aufregung.

Hunderte Flüchtlinge haben sich zu Fuß auf den Weg nach Bayern gemacht. Die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr von Salzburg nach Deutschland wegen Überlastung eingestellt.

Müssen die Flüchtlinge in ganz Europa verteilt werden? Und muss es dazu eine verbindliche Quote geben? Länder wie Deutschland und Österreich fordern das, doch vor allem osteuropäische Staaten wie Ungarn oder Tschechien wehren sich dagegen. Schon wird diesen Staaten mit Sanktionen gedroht. Das schreibt die internationale Presse.

Stacheldraht, Flugverbot und ein hoher Zaun – Ungarn tut gerade alles, um die illegale Einreise von Flüchtlingen zu verhindern. Derweil wettert Ministerpräsident Victor Orbán gegen Muslime und gibt Deutschland die Schuld an der Krise. Welches Ziel verfolgt der Premier mit seiner Politik?

Eskaliert die Situation an der deutsch-österreichischen Grenze? "RTL aktuell" hatte berichtet, dass die Polizei am Vormittag Warnschüsse abgegeben habe, um eine Gruppe von Flüchtlingen von der Grenze zwischen Freilassing und Salzburg abzuhalten. Die Polizei Oberbayern hat auf Twitter die Meldung mittlerweile dementiert.