Flüchtlingskrise in Deutschland und Europa

Es ist die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa und Deutschland. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Allein in diesem Jahr werden in Deutschland über 800.000 Asylbewerber erwartet. Wie groß die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Deutschland und Europa mit den Flüchtlingen umgehen und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Die Wirtschaft will langfristig von den Flüchtlingen profitieren, auf kurze Sicht wird es mehr Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger geben. Der Grund sind schlechte Sprachkenntnisse, mangelnde Qualifikation und die deutsche Bürokratie. Viele Unternehmen zeigen sich dennoch zuversichtlich.

Großrazzia gegen Schleuser: Medienberichten zufolge sind seit dem Morgen Hunderte Beamte an einem großangelegten Einsatz gegen Schleuser beteiligt. Durchsuchungen gebe es unter anderem in Nordrhein-Westfalen.

Angela Merkel will nicht noch mehr Zäune in Europa. Denn in den Augen der Bundeskanzlerin würde insbesondere eine Grenzschließung zwischen Deutschland und Österreich zu Verwerfungen und im schlimmsten Fall sogar zu militärischen Konflikten auf dem immer noch instabilen Balkan führen. Doch wie groß ist die Gefahr einer solchen Eskalation wirklich?

CSU-Chef Horst Seehofer mahnt nach dem ergebnislosen Spitzentreffen am Sonntag eine schnelle Verständigung der Koalition in der Asylpolitik an. Während NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf Konfrontation zum CSU-Chef geht, spielt Parteichef Sigmar Gabriel den Streit herunter. Inhaltlich geht es vor allem um die Frage, ob Transitzonen an den Grenzen eingerichtet werden sollen. Die Union fordert dies, die SPD lehnt sie ab - zumindest bislang.

Transitzonen, Flüchtlingsausweis, Familiennachzug - Angela Merkel hat auf Zukunftskonferenz ihrer Partei in Darmstadt das Positionspapier der Union zur Flüchtlingspolitik verteidigt. Zugleich warnte sie vor Grenzschließungen. Dadurch drohten "militärische Auseinandersetzungen".

Die Bundesregierung ringt um eine Lösung in der Flüchtlingskrise. Die Historikerin Birgit Schäbler sagt, ohne ein Ende des syrischen Bürgerkrieges werde es ohnehin kein Ende der Krise geben.

Wochenlang herrschte Zoff in der Union. Über ein gemeinsames Vorgehen in der Flüchtlingskrise war man uneins. Am Sonntag nun einigten sich die zwei Koalitionspartner ohne den dritten im Bunde, die SPD, schon mal auf ein gemeinsames Positionspapier. CSU-Chef Horst Seehofer gibt sich zufrieden und betont die gute Zusammenarbeit mit der CDU. Zugleich erklärt er, wie man die Flüchtlingszahlen begrenzen will.

Die Union hat sich in der Flüchtlingsfrage auf ein Positionspapier geeinigt. Transitzonen sollen kommen, um das beschleunigte Asylverfahren durchzuführen. "Krisenmanagement in Trippelschritten" und "fehlende juristische Kompetenz" urteilt die deutsche Presse.

Seit Wochen knirscht es zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer. Der Grund sind Meinungsverschiedenheiten über die Flüchtlingspolitik. Nun haben beide ihren Streit über die deutsche Asylpolitik vorerst entschärft. Am Sonntag einigten sie sich in Berlin auf ein umfangreiches gemeinsames Positionspapier. Das sind die wesentlichen Kernpunkte.

Gerade da sich die Spitzen der großen Koalition zu Beratungen über die deutsche Asylpolitik treffen und hoffentlich den seit Wochen schwelenden Streit zwischen CDU und CSU beilegen, verschärfen Politiker in der Flüchtlingskrise den Ton gegenüber Angela Merkel.

Auch am Donnerstag sind wieder Hunderte Flüchtlinge bei Passau über die Grenzen nach Deutschland gekommen. Warum sie den langen Weg aus ihren Heimatländern auf sich genommen haben, was ihre Hoffnungen und Träume sind - wir haben mit einigen von ihnen gesprochen.

Täglich kommen Tausende Flüchtlinge über die deutsch-österreichische Grenzen nahe Passau. Die bayerische Stadt ist mittlerweile zum Drehkreuz der Flüchtlingskrise geworden. Viele der Flüchtlinge haben unsägliche Strapazen hinter sich. Wie es an der Grenze zugeht, wie es den Frauen, Kindern und Männern ergeht, zeigt unsere Reportage.

Flüchtlinge sollen innerhalb Bayern künftig schneller auf die einzelnen Kommunen verteilt werden. Darauf verständigten sich die Landesregierung und die Opposition in München.

Die Flüchtlingskrise überfordert. Asylsuchende und Verantwortung werden eifrig weitergereicht. Dabei ist Solidarität der Grundgedanke der Europäischen Union. Ist das Projekt gescheitert? Schafft sich Europa gerade ab? Im Interview spricht eine EU-Expertin über Versäumnisse, Tendenzen und Konsequenzen.

Zahlreiche Wahlversprechen und eine Anti-Flüchtlingsrhetorik haben die Nationalkonservativen in Polen wieder an die Macht befördert. Warschau ist damit auf dem Weg, ein zweites Budapest zu werden, fürchten Kritiker.

Die dramatische Lage an Sammelstelle im Spielfeld hat es wieder gezeigt: In der Flüchtlingskrise fehlt es nicht nur an einer Strategie in der Asylpolitik, sondern auch an gegenseitigen Vertrauen.

Die Lage in Passau ist angespannt. Seit Tagen strömen Flüchtlinge über die deutsch-österreichische Grenze. Auch am Mittwoch werden dort wieder Tausende Migranten erwartet. Kritik gibt es vor allem an Österreich. Das Nachbarland bringt Flüchtlinge mit Bussen in zu kurzen Abständen an die Grenze. Das führt zu Problemen. Zudem sorgte ein Zwischenfall für Aufsehen.

Wenn Flüchtlinge in Deutschland eine Unterkunft in einem Flüchtlingsheim beziehen, müssen Sie auf den Wachschutz vertrauen, der die staatlichen Einrichtungen schützen soll. Bereits mehrfach ist es jedoch vorgekommen, dass Rechtsradikale als Wachschutzleute ausgerechnet in Flüchtlingsheimen eingesetzt worden sind. So bewachte ein Mitglied der rechtsextremen Kameradschaft "Sturm 18" ein Asylbewerberheim in Heidelberg.

CSU-Chef Horst Seehofer erwägt offenbar den Abzug der CSU-Minister Alexander Dobrindt, Gerd Müller und Christian Schmidt. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf "enge Vertraute" Seehofers.

Täglich kommen Hunderte Flüchtlinge an der bayerisch-österreichischen Grenze an und warten darauf, nach Deutschland einreisen zu dürfen. Bayern sieht sich von Österreich im Stich gelassen: Ministerpräsident Horst Seehofer machte seinem Unmut lautstark Luft. Und auch die deutsche Presse lässt kaum ein gutes Haar am Nachbarn.

Die Situation an der deutsch-österreichischen Grenze spitzt sich weiter zu. Immer häufiger spielen sich Szenen ab, mit denen niemand gerechnet hätte.

Nun ist Österreich an der Reihe von Horst Seehofer abgebügelt zu werden. Der bayerische Ministerpräsident hat das Nachbarland in der Flüchtlingskrise scharf kritisiert: Immer mehr Menschen würden ohne Rücksprache zur deutschen Grenze gebracht. "Das EU-Recht wird nicht eingehalten, wie an vielen anderen Stellen auch", sagt die Politologin Katrin Böttger.

Der Flüchtlingsstrom auf der Balkanroute ist ungebrochen. Allein in Slowenien sind in den vergangenen Tagen Zehntausende Menschen angekommen. Wir haben Experten gefragt, ob der Flüchtlingsstrom bald abreißt und was Deutschland nun tun muss.

Erneut hat Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) den Grenzübergang Spielfeld besucht, um sich persönlich ein Bild der Lage zu machen. Dabei kündigte sie bauliche Maßnahmen an und äußerte sich auch zum Verhältnis zu Bayern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Montag in Nürnberg den Fragen vieler Bürger gestellt. Dabei reagiert sie auf eine Wortmeldung ziemlich ironisch - und beweist Sinn für Humor.

Der Flüchtlingsandrang bringt Österreich nach den Worten von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) an seine Grenzen. "Wir sind am Limit", sagte die Politikerin der "Kronen Zeitung". 6500 Flüchtlinge reisten jeden Tag nach Österreich ein, Deutschland nehme aber nur 4500 Personen auf. "Deutschland übernimmt aktuell einfach zu wenig Flüchtlinge", so Mikl-Leitner.

Europa steht "mal wieder vor einer Bewährungsprobe". So sieht es die Bundeskanzlerin Angela Merkel und hat nach einem weiteren europäischen Flüchtlingsgipfel verlangt. Am Sonntag ist es soweit. Ob sie in Brüssel auch ihre Ziele erreichen wird, ist ungewiss.

Der Flüchtlingszustrom reißt nicht ab. Immer noch drängen Tausende nach Europa. Dabei kristallisiert sich ein neues Zentrum der Flüchtlingskrise heraus: der Grenzübergang Spielfeld an der österreichisch-slowenischen Grenze. Dort spielen sich chaotische Szenen ab.

Im Wochenrhythmus sprechen vor allem CSU-Politiker vom Erreichen der "Belastungsgrenze" in der Flüchtlingsfrage - der Faktencheck zeigt jedoch, Deutschland hat seine Kapazitäten noch lange nicht ausgeschöpft.

Die Flüchtlingskrise beschäftigt Deutschland weiter. In vielen Städten schüren Menschen rechter Gesinnung Angst vor den geflüchteten Menschen. Die Polizei des Landkreises Vorpommern-Greifswald hat nun mit einem beeindruckenden Facebook-Posting mit vielen Vorurteilen aufgeräumt.

Nach einer ruhigen Nacht am Grenzübergang Spielfeld, in der allerdings wieder Hunderte Flüchtlinge im Freien schlafen mussten, wird die Lage aktuell wieder unruhiger. Menschenströme befinden sich erneut auf dem Weg in Richtung Norden.

Hunderte Flüchtlinge haben am österreichisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld die Nacht im Freien verbracht. In der Früh spitzte sich die Lage derart zu, dass die Polizei plötzlich die Absperrungen öffnete: Man habe keine Verletzungen riskieren wollen, hieß es.

Betreiber von Asyl-Heimen und Politiker geraten laut Lagebericht des Bundeskriminalamts verstärkt ins Visier fremdenfeindlicher Täter, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Diese agieren oft in Gruppen und wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft.

Die ungarische Kamerafrau, die beim Filmen von Flüchtlingen Kinder getreten hatte, will jetzt Facebook und einen der Flüchtlinge verklagen. Das berichtet unter anderem die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf die russischen Zeitung Iswestija.

Eine Gruppe von Flüchtlingen marschiert derzeit von Spielfeld an der slowenischen Grenze nach Norden. Die Menschen haben eine Sperre der Polizei durchbrochen und sich selbständig aufgemacht.

Im slowenischen Brezice brennen offenbar mehrere Flüchtlingszelte. Das berichten mehrere Medien übereinstimmen. Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Feuerwehr und Rettungskräfte sind im Einsatz.

Etwa 5.500 Menschen dürften am Dienstag über die slowenische Grenze nach Österreich eingereist sein. Am Abend kam es bei der Essensausgabe zu Tumulten. Mittwochfrüh hat sich die Lage beruhigt - vorerst.

Auf Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Mitgliedsstaaten der EU zu einem Sondergipfel am kommenden Sonntag nach Brüssel eingeladen, um die aktuelle Entwicklung in der Flüchtlingskrise zu beraten. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

In der Flüchtlingskrise werden derzeit viele Maßnahmen diskutiert. Darunter auch der Vorschlag, die Grenzen dicht zu machen - auch mit Zäunen. Warum das sinnlos ist.

Kroatien hat am Montagabend seine Grenze für tausende Flüchtlinge aus Serbien geöffnet. Das berichtet N24 und beruft sich dabei auf einen Fotografen der Nachrichtenagentur AFP am serbischen Grenzübergang Berkasovo.

Eine Gruppe einflussreicher Parlamentarier in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion um den Vorsitzenden des Parlamentskreises Mittelstand (PKM), Christian von Stetten, will Bundeskanzlerin Angela Merkel per Beschluss zur Abkehr von der Politik der offenen Grenzen zwingen.

Der Andrang auf Deutschland hält unvermindert an. Wie das Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums berichtet, registrierten die Bundesländer zwischen dem 5. September und dem 15. Oktober 409.000 neue Migranten, rund 10.000 pro Tag.

Die Türkei spielt für die EU in der Flüchtlingskrise eine wichtige Rolle. Nun soll es einen Aktionsplan geben, der die Einwanderung von Flüchtlingen nach Europa begrenzen soll. Es steht der Vorwurf im Raum, es handele sich um einen politischen Kuhhandel auf dem Rücken der Flüchtlinge..

Bildung ist der Schlüssel zur Integration, darin sind sich alle einig. In deutschen Schulen entscheidet sich daher die Zukunft vieler Flüchtlingskinder – und auch die unserer Gesellschaft. Es geht um Querdenken, Vordenken, Mitdenken und Umdenken - eine Revolution des Bildungsystems als Chance.

Versagt die Kanzlerin in der Flüchtlingspolitik? Oder gibt sich Seehofer nur als Populist?

Die Tafeln in Deutschland unterstützen derzeit 150.000 Flüchtlinge täglich mit Lebensmitteln – zusätzlich zu den etwa eine Million Bedürftigen. Nur die Dachauer Tafel macht eine Ausnahme. Sie weigert sich. Dafür ist die vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) getragene Einrichtung massiv in die Kritik geraten. Nun will man diese Entscheidung offenbar noch einmal überdenken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt in der schwierigsten Phase ihrer Kanzlerschaft eine kämpferische Regierungserklärung ab und bezieht klar Stellung zum Thema Flüchtlinge. Merkel sprach unter anderem aber auch über den Konflikt in der Ukraine.

Für ihre Haltung in der Flüchtlingsfrage muss sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) derzeit einiges anhören - auch von Parteikollegen. Ihre Position ist geschwächt, aber vor einem Aus als Kanzlerin steht Merkel deswegen wohl nicht.

Der parteiinterne Widerstand gegen die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel wächst.

Der anhaltende Flüchtlingszustrom nach Deutschland lässt die Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung laut einer Umfrage zusehends schwinden. Einer anderen Umfrage zufolge sinken die Unionsparteien in der Wählergunst auf den tiefsten Stand seit der Bundestagswahl 2013 - offenbar wegen des Vertrauensverlustes in Kanzlerin Angela Merkel.