Flüchtlingskrise in Deutschland und Europa

Es ist die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa und Deutschland. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Allein in diesem Jahr werden in Deutschland über 800.000 Asylbewerber erwartet. Wie groß die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Deutschland und Europa mit den Flüchtlingen umgehen und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Seit Jahren leben mehrere Tausend Flüchtlinge im berüchtigten Lager von Calais an der französischen Küste des Ärmelkanals. Die Zustände vor Ort sind kaum zu beschreiben. Immer wieder kam es zu Gewaltausbrüchen und gefährlichen Zwischenfällen in den Röhren des Eurotunnels. Calais Bürgermeisterin erklärte, es hätte niemals so weit kommen dürfen. Wie also kam es zur Situation, die nun in der Räumung eskaliert?

Sechs Monate vor der französischen Präsidentschaftswahl greift die Pariser Regierung durch - und lässt das umstrittene Flüchtlingslager in Calais räumen. Die Konsequenzen sind weitreichend.

Die Auflösung des Flüchtlingslagers im nordfranzösischen Calais hat begonnen. Vor einem Registrierzentrum in der Nähe des "Dschungel" genannten Camps warteten am Montagmorgen mehrere hundert Migranten. Sie sollen dort ab 8:00 Uhr befragt werden, bevor sie auf ganz Frankreich verteilt werden.

Das Handy von Bürgermeister Sven Schrade (SPD) klingelt wieder. Nach dem tödlichen Sprung eines jungen Flüchtlings aus dem fünften Stock eines Hauses muss er ständig erklären, was in Schmölln vorgefallen ist. Er will nicht den Eindruck entstehen lassen, seine Stadt im Osten Thüringens habe etwas gegen Flüchtlinge.

Nach dem tödlichen Sprung eines Flüchtlings aus dem fünften Stock eines Hauses im thüringischen Schmölln ermittelt die Polizei weiter, ob ihn Anwohner zum Suizid ermuntert haben.

Ein Flüchtling stürzt in den Tod - und Schaulustige sollen ihn dazu ermuntert haben. Die Polizei in Thüringen prüft diese schweren Vorwürfe.

Mehrere Todesopfer und eine noch nicht überschaubare Anzahl an Vermissten: Nach Angaben der Hilfsorganisation Sea-Watch haben Bewaffnete vor der Küste Libyens Bootsflüchtlinge attackiert.

Deutschland, Österreich und Dänemark wollen wegen der Flüchtlingskrise eingeführte Grenzkontrollen bis ins nächste Jahr hinein verlängern. Ob sie das tun können, ist allerdings mehr und mehr fraglich. Denn einige EU-Partner sagen: So nicht.

Gegen die deutschen Pläne zur Verlängerung der Grenzkontrollen im Schengen-Raum baut sich Widerstand auf. Nach Angaben aus EU-Kreisen wollen mehrere Mitgliedstaaten beim Gipfel verlangen, dass dafür keine Genehmigung erteilt wird.

Die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland ist weiter stark rückläufig. In den ersten drei Quartalen 2016 wurden 213 000 Zugänge registriert, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin.

Erst Würzburg und Ansbach, jetzt Chemnitz: Mit dem Flüchtlingsstrom gelangte auch der eine oder andere islamistische Terrorist nach Deutschland. Das Flüchtlingsbundesamt sieht sich gefordert - und setzt dabei auch auf den Schulterschluss mit den Sicherheitsbehörden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich erneut zur Schließung der Balkan-Route. Wiederholt betont sie, dass dieses Vorgehen keine Probleme gelöst hat. Eine nachhaltige Lösung kann nur das EU-Türkei-Abkommen bringen, so Merkel.

Nachdem am Montag dieser Woche nach Angaben der italienischen Küstenwache an einem einzigen Tag bereits 6.055 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet worden sind, kamen am Dienstag rund 4.600 weitere hinzu. Für zahlreiche Menschen kam die Rettung der Küstenwache allerdings zu spät, sie bezahlten die Überfahrt mit ihrem Leben.

Die Mehrheit der weltweit 21 Millionen Flüchtlinge werden von zehn Staaten aufgenommen, die für gerade einmal 2,5 Prozent der weltweiten Wertschöpfung verantwortlich sind. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International fordert deshalb einen weltweiten Verteilmechanismus.

Ungarns starker Mann fordert die EU-Spitzen heraus. Seiner Anti-Flüchtlings-Abstimmung war aber kein wirklicher Erfolg beschieden. Viktor Orbán wird das jedoch nicht davon abhalten, weiter gegen "Brüssel" zu wettern.

Trotz der massiven Kampagne mit Elementen der Panikmache ließ sich keine Mehrheit der Ungarn an die Urnen locken. Regierungschef Orban lässt es an sich abprallen. Ihm reichen die mehr als drei Millionen Nein-Stimmen als Auftrag zur Fortsetzung seines Kampfes gegen die EU-Quoten.

Ungarns Ministerpräsident Orbán ist strikt gegen die Aufnahme von Migranten und Flüchtlingen. Das will er sich vom Volk bestätigen lassen, in einem umstrittenen Referendum. Werden bald wieder Stimmen laut, die auch deswegen einen Rauswurf Ungarns aus der EU fordern?

Nicht ganz so heftig, aber ähnlich wie vor Wochen in Bautzen: In mehreren Städten geraten Flüchtlinge und Einheimische aneinander. Teilweise münden die Auseinandersetzungen in Gewalt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen Kurswechsel in ihrer Flüchtlingspolitik nach dem Sommer 2015 bestritten. Weder gebe es die Notwendigkeit, noch habe sie einen solchen vollzogen.

Es ist Ende September - und erst jetzt ist klar, wie viele Flüchtlinge im vergangenen Jahr nach Deutschland kamen. Wie kann das sein? Über chaotische Monate und das Problem mit den Zahlen.

1,1 Millionen Flüchtlinge hatte Bundesinnenminister de Maizière für das Jahr 2015 erwartet - jetzt sind es doch deutlich weniger. Wegen unerfasster Weiterreisen und Rückreisen ...

Immer mehr Flüchtlinge reisen illegal über die Schweiz nach Deutschland. Entwickelt sich eine neue Fluchtroute?

Die Türkei glaubt an eine rasche Lösung im Streit mit der EU um eine Aufhebung der Visumspflicht für türkische Staatsbürger. Derzeit laufen Gespräche mit der EU-Kommission. Die Türkei will die Visafreiheit "so schnell wie möglich".

Schläge, Tritte, Gefängnis: Um Asylsuchende abzuschrecken, gehen die ungarischen Sicherheitskräfte brutal gegen sie vor, behauptet Amnesty International. Die Regierung ...

Österreich versucht in der Flüchtlingskrise zu einer treibenden Kraft zu werden. Seine neue Anti-Willkommenspolitik garniert es mit diplomatischen Versuchen, einer Lösung näher zu kommen. Das bleibt schwer.

Mehr als 160 Flüchtlinge sind am Mittwoch vor der ägyptischen Küste gestorben. Nun nahmen Ermittler zwei Verdächtige fest.

Der Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der ägyptischen Mittelmeerküste am Mittwoch hat mindestens 112 Menschen das Leben gekostet.

Der Streit zwischen CDU und CSU über eine Obergrenze für Flüchtlinge ist noch nicht gelöst. Aber die Union hat neue Hoffnung - und CDU-Vize Bouffier eine Idee: Der Vorschlag von CSU-Frau Hasselfeldt zu einer "Orientierungsgröße" könnte der Kompromiss sein.

In Deutschland leben fast 550.000 abgelehnte Asylbewerber, drei Viertel von ihnen bereits seit mehr als sechs Jahren. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.

Flüchtlingsboote starten nicht mehr nur in Libyen, sondern auch zunehmend an der Mittelmeerküste Ägyptens. Nun ertranken dort Dutzende Menschen in den Wellen.

Ein in Köln von einer Spezialeinheit festgenommener syrischer Flüchtling hatte nach Erkenntnissen der Polizei Verbindungen zu Islamisten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Europäische Union zur Einhaltung ihrer Zusagen beim Kampf gegen die syrische Flüchtlingskrise aufgefordert.

Schuldeingeständnis der Bundeskanzlerin: Angela Merkel hatte unter dem Druck der schweren CDU-Niederlagen in Berlin und zuvor in Mecklenburg-Vorpommern Fehler eingestanden. So sei der Flüchtlingszuzug 2015 vorübergehend außer Kontrolle geraten. Geht sie damit auf ihre Kritiker zu oder sind das nur rhetorische Phrasen?

Mit seinen Aussagen zu Flüchtlingen hat CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer viel Kritik auf sich gezogen, auch aus seiner eigenen Partei. Es ist nicht das erste Mal, dass Scheuer mit rechtslastigen Äußerungen aneckt - und damit nicht nur den politischen Gegner gegen sich aufbringt.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hält die Debatte über seine abfällige Äußerung über abgelehnte Asylbewerber für überzogen und fehlinterpretiert. "Diese Überspitzung war klar und deutlich angezeigt durch meine Einleitung 'Entschuldigen Sie die Sprache'", sagte er am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Nach dem Brand in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos hat die Polizei 18 Flüchtlinge und Migranten festgenommen.

Ein Feuer im Flüchtlingslager "Moria" hat die griechische Insel Lesbos am Montagabend ins Chaos gestürzt. Die mehr als 3.000 Flüchtlinge und Migranten, die sich im Lager aufhielten, flohen vor den Flammen. Ein Großteil des Hotspots soll nach Augenzeugenberichten den Flammen zum Opfer gefallen sein.

Zu Hunderttausenden gelangen 2015 Flüchtlinge ins Land. Nach der Festnahme von drei Syrern unter Terrorverdacht stellt sich die Frage, wie viele noch mit falschen Pässen kamen. ...

Der CSU-Chef pocht auf eine Obergrenze bei der Flüchtlingszahl - ist aber zuversichtlicher als vor einer Woche, dass es eine Einigung mit der Kanzlerin geben könne. Geht es nur noch um Formulierungen?

Die sächsische Kreisstadt Bautzen ist der Mittelpunkt im Flüchtlingskonflikt. Wie geht es nach den Krawallen weiter?

Horst Seehofer erhöht den Druck auf Angela Merkel im Richtungsstreit in der Flüchtlingspolitik. Der CSU-Chef droht im "Spiegel" der Kanzlerin offen mit einem endgültigen Bruch mit der CDU, sollte Merkel nicht auf seine Forderung nach einer Obergrenze eingehen.

Im sächsischen Bautzen ist es am Mittwochabend zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und Personen aus dem politisch rechten Spektrum gekommen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Eindruck eines Versagens der Regierung in der Flüchtlingskrise zurückgewiesen. "Die Bundesregierung war in dieser Frage voll und ganz handlungsfähig, und sie ist es weiterhin", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Die weitaus meisten Deutschen sehen sich in ihrem persönlichen Leben nicht durch den Zuzug von Flüchtlingen beeinflusst. In einer Emnid-Umfrage verneinten 76 Prozent der ...

Bundeskanzlerin Angela Merkel würde in der Flüchtlingskrise auch aus heutiger wieder genau so handeln wie vor einem Jahr. Das sagte die Kanzlerin im Interview mit der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe).

Das Foto des toten Flüchtlingsjungen Aylan, das vor exakt einem Jahr entstand, sorgte weltweit für Bestürzung. In dem Jahr seitdem, meint Aylans Vater, habe sich nicht viel verändert. Er beklagt: "Das Sterben geht weiter."

Journalistin beklagt den Stimmungswechsel in Deutschland.

Es ist der wohl prägende Ausspruch der Kanzlerschaft Angela Merkels. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr, am 31. August 2015, fällt in der Bundespressekonferenz der Satz: "Wir schaffen das". Doch eigentlich ist ein anderer der Urheber des inzwischen viel zitierten Satzes.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihrer Unionsfraktion versichert, dass sich die Aufnahme so vieler Flüchtlinge in Deutschland wie 2015 nicht wiederholen werde. Unionspolitiker ...

Der Vater des ertrunkenen Dreijährigen Aylan Kurdi, dessen Bild im vergangenen Jahr um die Welt ging, hat die Flüchtlingspolitik in Europa scharf kritisiert.