Flüchtlingskrise in Deutschland und Europa

Es ist die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa und Deutschland. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Allein in diesem Jahr werden in Deutschland über 800.000 Asylbewerber erwartet. Wie groß die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Deutschland und Europa mit den Flüchtlingen umgehen und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Willkommenskultur oder Festung Europa? Nichts spaltet Europa derzeit mehr als die Frage, wie auf die aktuelle Flüchtlingsbewegung reagiert werden soll. Mit der EU-Türkei-Vereinbarung wurde erstmals eine gemeinsame, wenn auch umstrittene Strategie beschlossen.

Ende Februar hatte die umstrittene CDU-Abgeordnete Erika Steinbach mit einem Twitter-Foto zur Flüchtlingskrise für Empörung gesorgt. Das NDR-Magazin „Zapp“ hat nun den Ursprung des Fotos recherchiert, das eigentlich einem vollkommen anderen Zweck dienen sollte.

Ein "Kardinalfehler": So bezeichnet Beatrix von Storch (AfD) die Schusswaffen-Aussage der Parteivorsitzenden Frauke Petry (AfD). Die beiden tragen ihren Zwist offen über die Medien aus.

Noch immer erreichen Hunderte Flüchtlinge Griechenland. Die Lage in Idomeni bleibt kritisch.

Die Fluchtwege über den Balkan sind faktisch geschlossen, schon bahnt sich eine neue Migrationswelle über die zentrale Mittelmeerroute an. Experten rechnen mit bis zu 200.000 Flüchtlingen, die im Bürgerkriegsland Libyen auf die Überfahrt nach Italien warten. Das Mittelmeer droht erneut zum Massengrab zu werden.

Hunderte Migranten, denen es am Vortag nicht gelungen war, den mazedonischen Grenzzaun zu überqueren, sind am Dienstag wieder ins griechische Hinterland zurückgekehrt. Dies berichtete der Nachrichtensender Skai aus der Region des kleinen griechischen Grenzdorfes Chamilo. Rätselraten gibt es weiter über ein Flugblatt mit dem Aufruf zum Exodus.

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) plädiert bei der Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU für geordnete Verhältnisse.

In der EU mehren sich kritische Stimmen zu dem geplanten Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei. Österreich warnt, die EU dürfe sich nicht vor allem auf die Türkei verlassen. Den Flüchtlingen sollen alternative Wege durch Europa verbaut werden.

Das Foto des ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi ging im September 2015 um die Welt. Zwei Streetart-Künstler haben nun das Bild des Dreijährigen als Graffiti auf eine 120 Quadratmeter große Wand in Frankfurt am Main gesprüht.

Die Fluchtroute über die Balkanstaaten ist faktisch geschlossen. Nun wird spekuliert, auf welche Wege die Flüchtlinge ausweichen, um nach Deutschland zu gelangen. Bisher haben die Schlepper noch auf jede Veränderung blitzschnell reagiert.

In einem Beitrag der ORF-Sendung "Report" ging es am Dienstagabend um eine rechte Strömung, die unter dem Deckmantel des Frauenschutzes gegen Ausländer vorgehen will. In der Reportage kommen Demonstranten zu Wort, Experten kommentieren ihre Haltungen.

In der Diskussion um eine Lösung in der Flüchtlingskrise erweist sich die Türkei als harter Verhandlungspartner. Die zerstrittene EU könnte für eine Einigung einen hohen Preis zahlen - und läuft in Gefahr ihre eigenen Werte zu verkaufen.

In einem Interview mit CNN verteidigt Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner Obergrenzen für Flüchtlinge und Grenzschließungen auf der Balkanroute: Ohne nationale Maßnahmen sei die Einheit Europas gefährdet. Zudem fordert sie Hilfe vom "Rest der Welt".

Ein Beitrag der ORF-Sendung "Thema" widmet sich dem griechischen Dorf Idomeni, in dem über 10.000 Flüchtlinge festsitzen und vergeblich versuchen, über eine der Balkanrouten in die EU zu gelangen.

Der Entwurf der Schlusserklärung des Sondergipfels zwischen der EU und der Türkei sorgt für Irritationen. Vorgesehen ist darin die Feststellung, dass die sogenannte Balkanroute jetzt geschlossen sei. Kanzlerin Angela Merkel will dem offenbar nicht zustimmen. Weil eine Zustimmung eine Kehrtwende in ihrer Flüchtlingspolitik bedeuten würde?

Krieg, Hunger und Elend treiben Menschen aus aller Welt nach Europa. Die deutsche Gesellschaft hat sich noch nicht entschieden, wie sie damit umgehen soll. Die Reaktion der Öffentlichkeit reicht von Vorbehalten bis hin zu Rassismus, offenbart aber auch eine herzliche Willkommenskultur. In jedem Fall zwingt der Asylzuzug Deutschland zur Reflexion und zur Debatte. So werden Probleme offensichtlich, die schon lange existieren, nun aber gelöst werden müssen. Ein Überblick.

Österreichs Regierung kassiert viel Schelte, seit sie in der Flüchtlingskrise einen restriktiveren Ton anschlägt. Außenminister Sebastian Kurz sieht sich in seinen Befürchtungen bestätigt.

Die sitzen nur rum, die haben eh keine Lust auf irgendwas. Vorwürfe wie diese gehören zum Standard-Repertoire von Flüchtlingsgegnern. Doch unabhängig von ihren vorhandenen Qualifikationen dürfen die meisten Migranten für eine bestimmte Zeit überhaupt nicht tätig werden - selbst wenn sie das wollen. Dabei hängt es stets von ihrem exakten Aufenthaltsstatus ab, was sie wann tun dürfen – und maßgeblich davon, wie schnell die deutschen Behörden arbeiten. Ein Überblick.

Ein CSU-Chef, der die eigene Kanzlerin bei der kommenden Wahl nicht unbedingt unterstützen will und ein Vizekanzler, der damit droht, den Haushalt nicht zu verabschieden: Das öffentlich ausgetragene Zerwürfnis in der Koalition ist groß. Halten wird sie mit aller Wahrscheinlichkeit trotzdem. Aber etwas anderes könnte Merkel durchaus ernsthaft gefährlich werden.

Die Regierung in Athen rechnet damit, dass wegen der Schließung seiner Grenze zu Mazedonien in den kommenden Tagen mehr als 100.000 Migranten in Griechenland festsitzen könnten. Deswegen hat die Regierung ein EU-Hilfspaket in Höhe von 470 Millionen Euro beantragt. Östeerreich wirft Deutschland derweil vor, an den schlimmen Verhältnissen an der griechisch-mazedonischen grenze mitschuldig zu sein.

Aufschrei wegen Erika Steinbach: Geschlossen echauffieren sich Politiker aller Parteien über einen migrationskritischen Tweet von Erika Steinbach. Auch in den sozialen Netzwerken stößt ihre skurrile Zukunftsprognose für Deutschland auf Protest. Doch auf welchen Daten gründet die Vorhersage der CDU-Frau und wie realistisch ist sie? Der Steinbach-Tweet im Faktencheck.  

Die CDU-Politikerin Erika Steinbach ist mit einigen Tweets zur Flüchtlingsdebatte schwer in die Kritik geraten.

Die Ereignisse in der Flüchtlingskrise überschlagen sich. Österreichs Obergrenzen haben dem Land zahlreiche Gegner eingebracht. Viel wichtiger aber ist, dass dieser Alleingang Wirkung zeigt. Bestenfalls kommen aufgrund des erhöhten Drucks alle EU-Länder zur Einsicht, dass man sich den Problemen gemeinsam stellen muss.

Hunderte Flüchtlinge haben am Montagmorgen die griechisch-mazedonische Grenzanlage bei Idomeni gestürmt. Die Grenzschützer setzten Augenzeugenberichten zufolge Tränengas ein. Es soll Verletzte gegeben haben.

Nach der heftigen Kritik an einem Twitter-Beitrag, der indirekt vor einem überfremdeten Deutschland warnt, verteidigt sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach.

Ein paar Monate war es recht ruhig um Erika Steinbach. Aktuell bringt die CDU-Abgeordnete mit einem rassistischen Tweet das Netz gegen sich auf.

Wer steckt hinter den Flüchtlingsprotesten? Laut Extremismus-Forscher Fabian Virchow auch die NPD. Man dürfe die rechtsradikale Partei nicht abschreiben - auch wenn sie aktuell kaum sichtbar sei. Auch deswegen sei der zweite Anlauf für ein Parteiverbotsverfahren richtig.

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat von der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eindringlich eine Abkehr von der bisherigen Flüchtlingspolitik gefordert. Unterstützung erhält die Kanzlerin hingegen wieder einmal von der SPD.

In einer aktuellen Umfrage zu den fremdenfeindlichen Vorfällen in Sachsen wurden von den Befragten als vermutete Hauptgründe wirtschaftliche Sorgen und die Flüchtlingspolitik genannt. Rund zehn Prozent sahen Elternhaus und Schule in der Hauptverantwortung. Der Pädagoge Wolfgang Beutel sagt: Erziehung ist tatsächlich der entscheidende Faktor.

Im Streit um den richtigen Kurs in der Flüchtlingskrise steht die deutsche Wirtschaft geschlossen hinter der Kanzlerin. Die gibt den Spitzenverbänden im Gegenzug ein Versprechen.

Streit um Flüchtlinge: Griechenland lädt Innenministerin Mikl-Leitner aus.

Gut jeder zehnte registrierte Flüchtling verschwindet nach seiner behördlichen Erfassung.

Ein Referatsleiter des Lageso in Berlin ist wegen Korruptionsverdachts festgenommen worden. Das berichtet "Sueddeutsche.de".

Der ungarische Regierungschef Viktor Orban poltert gegen die Flüchtlingspläne der EU. Europa bettele bei der Türkei um die Sicherheit der Grenzen, kein EU-Land wolle Asylsuchende aufnehmen, Deutschland verhalte sich aggressiv. Orbans Aussagen im Faktencheck.

Große Ergebnisse bei der Balkan-Konferenz in Wien bleiben aus. Auf einige Maßnahmen haben sich die zehn Teilnehmerländer aber geeinigt.

Innenministerin Mikl-Leitner und Außenminister Kurz laden am Mittwoch zur Balkan-Konferenz in Wien. Die EU-kritisiert das Treffen, da nicht alle Staaten entlang der Balkan-Route teilnehmen. Auch Griechenland protestiert.

Freital, Clausnitz, Bautzen: Diese Städte in Sachsen sind zum Symbol geworden für Fremdenhass. Warum häufen sich rechte Straftaten in Sachsen? Eine Spurensuche.

Sachsen steht derzeit im Fokus der bundesdeutschen Innenpolitik. Nachdem im Freistaat erneut blinder Fremdenhass wütet, muss sich die Landesregierung in Dresden erklären. Die AfD-Vorsitzende der AfD, Frauke Petry, hat derweil angekündigt, dass bei den fremdenfeindlichen Protest in Clausnitz auch AfD-Mitglieder beteiligt waren.

Es klingt nicht ganz logisch, aber gefährliche Straftaten, wie der mutmaßliche Brandanschlag auf die Asylbewerberunterkunft im sächsischen Bautzen, werden nicht per se als rechtsextremistischer Terror verfolgt. Warum das so ist, erklärt ein Rechtsexperte im Gespräch mit unserer Redaktion.

Notorische Urheber von Hetz-Botschaften werden auf Facebook mit einem Trick hereingelegt und blamiert. Hinter der Aktion soll das Hackernetzwerk Anonymous stecken.

Ein verstörendes Video kursiert im Internet und wird heftig diskutiert. Im sächsischen clausnitz blockierten am Donnerstag aufgebrachte Demonstranten einen Bus mit Flüchtlingen auf dem Weg in eine Asylunterkunft in Rechenberg-Bienenmühle. Die Polizei Sachsen zeigte sich in einer Antwort bei Facebook zwar empört. Ein zweites Video wirft aber zum Verhalten der Polizisten Fragen auf.

Die Türkei steckt nach den jüngsten Anschlägen in einer tiefen sicherheitspolitischen Krise. Dabei ist das Land der Hoffnungsträger Europas in der brisanten Flüchtlingsdebatte. Passt das zusammen? Antworten eines Experten.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble plant einem Pressebericht zufolge für den Bundeshaushalt Zusatzausgaben in Milliardenhöhe. Grund sei vor allem die Flüchtlingskrise.

Die angekündigten Tageskontingente sind fix: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner einigt sich mit Slowenien.

Kurz vor dem EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) so einsam wie noch nie. Europa ist angesichts der Flüchtlingsproblematik zerstritten. Doch die Kanzlerin bleibt eisern bei ihrem Kurs, wie diese Zitate zeigen.

Syrien-Konflikt und Flüchtlingskrise: Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew findet zu beiden Themen deutliche Worte. Vor allem die Flüchtlingspolitik der EU hält er führ einen Fehler.

Mehr als hunderttausend Flüchtlinge sind von Mitte Dezember bis Ende Januar in die EU eingereist. Umgerechnet sind das 2.396 Migranten täglich.

Tirol baut einen Grenzzaun zu Italien. Der Brenner soll in wenigen Wochen mit einer "Kontrollstraße" versehen werden, um die Obergrenze von 37.500 Flüchtlingen im Jahr 2016 einzuhalten.

Der harte Kurs von Horst Seehofer in der Flüchtlingspolitik und die Attacken des CSU-Chefs gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel irritieren nicht nur den Koalitionspartner SPD und die Opposition, sondern entzweien mittlerweile sogar die Union. Mit seiner Äußerung, in Deutschland gebe es eine "Herrschaft des Unrechts", scheint Seehofer zu weit gegangen zu sein. Der Schaden richtet sich nach innen.

Normalerweise interessieren Anwohnerversammlungen von 500-Seelen-Dörfern kaum jemanden. Der sächsische Ort Bad Schlema hat nach einer solchen Versammlung jedoch sogar international Aufsehen erregt. Der Grund ist die umstrittene Aussage des örtlichen Bürgermeisters Jens Müller.