71 Menschen sind zusammengepfercht in einem Kühl-Lkw auf der Autobahn A4 in Österreich ums Leben gekommen. Ein Fotovergleich macht deutlich, unter welchen unmenschlichen Bedingungen das Drama geschehen sein muss.

Ein Mann steht auf zwei Blättern Kopierpapier: Martin Thür hat ausgerechnet, wie viel Platz jeder der Flüchtlinge in dem in Österreich gefundenen Lkw hatte. 71 Leichen befanden sich in dem am Donnerstag entdeckten Kühllaster. "Machen wir das nochmal deutlich: So viel Platz hatte jeder Flüchtling an Board des LKW. Stundenlang", schreibt Thür auf Twitter.

Seinen Fotovergleich postet er auch auf Facebook. Die Reaktionen darauf sind deutlich: "Und dann gibt es noch die, die behaupten, die könnten gar nicht erstickt sein, weil kein LKW 100%ig luftdicht sei. Diese Tragödie ist in so vielen Aspekten unfassbar. Wahnsinn", schreibt ein Nutzer.

Einer Nutzerin geht es wie wohl vielen an diesem Freitag: "Ich krieg das Bild nicht mehr aus meinem Kopf ..." (ank)

Es ist ein bemerkenswerter Beitrag zur Flüchtlingsdiskussion in Deutschland: Christina Beckmann, eine Autorin aus Hamm in Westfalen, hat in einem offenen Brief die Leiden von Flüchtlingen dargestellt. Ihre Zeilen gehen unter die Haut.