Die österreichische Polizei meldet zwei weitere Festnahmen rund um das Flüchtlingsdrama auf der A4. Damit befinden sich im Zusammenhang mit der Katastrophe sieben Menschen in Polizeigewahrsam. Es wird indes noch eine Weile dauern, bis die 71 toten Flüchtlinge identifiziert sind.

Im Flüchtlingsdrama auf der A4 sind zwei weitere Personen festgenommen worden. Das gab Verena Strnad, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, auf Anfrage der Austria Presse Agentur (APA) bekannt. Bei einer Person handelt es sich demnach um jenen Mann, der noch mit europäischem Haftbefehl gesucht worden war. Er sei in Bulgarien geschnappt worden.

Schlepper kassieren Millionen - und verkaufen oft nur den Tod.

Die bulgarischen Behörden seien mit dem Abwicklungsverfahren betraut, was eine Übergabe der Person betreffe, sagte Strnad der APA. Auch für die zweite nun in Ungarn festgenommene Person sei ein Europäischer Haftbefehl ausgestellt worden. Insgesamt befinden sich im Zusammenhang mit dem Drama nunmehr sieben Menschen in polizeilichem Gewahrsam.

Ausweise bei Flüchtlingen gefunden

Im Zuge der Obduktionen der 71 toten Flüchtlinge hat die Polizei indes mehrere Reise- und Ausweisdokumente sichergestellt. "Aufgrund dessen steht die Identität allerdings noch lange nicht fest, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass es sich dabei um deren tatsächliche persönliche Dokumente handelt", sagte Polizeisprecher Gerald Pangl.

Die Obduktionen und Identitätsfeststellungen sind Pangl zufolge nach wie vor im Gange. Am Freitag will die Polizei in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren. (ank)

Es ist ein bemerkenswerter Beitrag zur Flüchtlingsdiskussion in Deutschland: Christina Beckmann, eine Autorin aus Hamm in Westfalen, hat in einem offenen Brief die Leiden von Flüchtlingen dargestellt. Ihre Zeilen gehen unter die Haut.