CSU-Politiker Gerd Müller befürchtet eine gigantische Fluchtbewegung aus Afrika. Die Menschen hätten gar keine andere Chance als zu fliehen. Eines der Hauptprobleme sei die Erderwärmung.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat vor einer großen Fluchtbewegung von bis zu 100 Millionen Menschen aus Afrika Richtung Norden gewarnt, falls eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad nicht gelingt.

In Mosambik leben Glatzenträger gefährlich. Der Grund wirkt absurd.

Vor allem in Afrika entscheide sich demnach die Zukunft der Welt, sagte Müller der "Bild am Sonntag". Jede Woche wachse die Bevölkerungszahl dort um eine Million.

Menschen bräuchten Perspektive

Diesen Menschen müsse dringend eine wirtschaftliche Perspektive in ihren Heimatländern gegeben werden. "Wenn wir weitermachen wie bisher, haben die Menschen in vielen Teilen Afrikas gar keine andere Chance, als sich zu uns auf den Weg zu machen", sagte der CSU-Politiker.

Müller forderte einen "Marshallplan", ein groß angelegtes Investitionsprogramm für Afrika.

Der Kongo erlebt unfassbares Grauen - und kaum einer bekommt es mit.

Es brauche faire Geschäftspraktiken - auch bei internationalen Konzernen: "Wenn hier ein Apple-Handy für 800 Euro verkauft wird, muss sichergestellt sein, dass in den Coltan-Minen im Kongo anständige Löhne gezahlt werden und Umweltstandards gelten", sagte der Minister.

Schwerpunkt beim G20-Gipfel

Die Lage in Afrika wird am 7. und 8. Juli in Hamburg auch erstmals ein Schwerpunktthema beim G20-Gipfel sein. Die Bundesregierung hatte vergangenen Montag beim Gipfeltreffen afrikanischer Staats- und Regierungschefs in Berlin 300 Millionen Euro zugesagt. Damit soll reformorientierten Staaten in Afrika geholfen werden, private Investoren anzulocken. Die Hilfszusage soll die anderen G20-Staaten zu einem stärkeren Engagement auf dem von Konflikten, Flucht und Armut gebeutelten Kontinent bewegen. (dpa/ank)© dpa

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