In Deutschland ist der Millionste Flüchtling registriert worden. Das teilte die bayerische Regierung mit. Allein im November seien 200.000 Asylbewerber nach Deutschland gekommen.

Lesen und rechnen: Syrische Kinder haben mehrere Jahre Schulrückstand.

"Von Januar bis heute sind eine Million Asylbewerber in den Erstaufnahmeeinrichtungen der Bundesländer im sogenannten EASY-System registriert und anschließend untergebracht worden", teilte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller mit.

"Allein im November waren es über 200.000 neu registrierte Asylbewerber. Wir brauchen nun dringender denn je eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen, denn Deutschland kann diese Zugänge dauerhaft nicht länger schultern."

Müller erneuerte angesichts der Zahlen ihre Forderung nach der Einführung einer Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland.

"Eine Million EASY-Registrierungen bedeuten für Bayern rund 153.000 Asylbewerber. 153.000 Asylbewerber, die wir in unseren bayerischen Erstaufnahmeeinrichtungen aufnehmen, medizinisch untersuchen, versorgen und unterbringen müssen. Das sind mehr Menschen, als beispielsweise in Heidelberg leben", so die Ministerin weiter.

Der Bau des Zauns an der österreichisch-slowenischen Grenze hat begonnen. Die ersten Zaunpfosten in Spielberg wurden aufgestellt, eine Baufirma und das Bundesheer sind im Einsatz.

Mehr als die Hälfte der Schutzsuchenden (rund 484.000 Menschen) kamen aus Syrien, wie das Bundesinnenministerium bereits am Montag in Berlin mitteilte.

Jedoch sind Doppel-Erfassungen laut Innenressort nicht auszuschließen. De Maizière sagte, in den vergangenen ein bis zwei Wochen sei eine deutliche Reduzierung zu erkennen gewesen.

"Das ist noch keine Trendwende, aber das ist eine gute Entwicklung."

Wegen des großen Andrangs müssen viele Flüchtlinge einige Zeit warten, bis sie einen Asylantrag stellen können.

Soforteinsatzteams sollen Grenzen eigenverantwortlich sichern können.

Die Antragszahlen liegen daher deutlich unter den Registrierungszahlen: Im November wurden insgesamt 57.816 Asylanträge gestellt, von Anfang Januar bis Ende November waren es 425.035. Weiter gewachsen ist die Zahl der unerledigten Asylanträge - auf 355.914. (far/dpa)