Flüchtlingskrise in Deutschland und Europa

Es ist die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa und Deutschland. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Allein in diesem Jahr werden in Deutschland über 800.000 Asylbewerber erwartet. Wie groß die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Deutschland und Europa mit den Flüchtlingen umgehen und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will laut Medienberichten am Montag nach Brüssel reisen. Dort soll es um die aktuelle Flüchtlingslage an der griechisch-türkischen Grenze gehen. Indes knüpft die EU ein neues Abkommen mit der Türkei an klare Vorgaben: Die "erpresserische Politik Ankaras" müsse eingestellt werden.

An der türkisch-griechischen Grenze harren Tausende Flüchtlinge und Migranten aus. Sie haben die Hoffnung, über die EU-Außengrenze nach Griechenland einreisen zu können. Auch auf den griechischen Inseln sind Tausende Menschen gestrandet. Die Bilder erinnern an 2015.

Seit dem Wochenende harren etwa 13.000 Menschen an der türkisch-griechischen Grenze aus. Auch in den überfüllten Flüchtlingslagern in der Ägäis ist die Lage dramatisch. Mehrere deutsche Städte haben sich nun mit einem Brief an die Bundesregierung gewandt.

Österreichs Kanzler hat die EU-Mitgliedsstaaten vor der Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten an der griechisch-türkischen Grenze gewarnt. Kurz befürchtet "am Ende dieselben Zustände wie im Jahr 2015".

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Die unübersichtliche Lage an der griechisch-türkischen Grenze schürt Behauptungen über die dortigen Zustände. Das Faktencheck-Team von CORRECTIV hat das Material geprüft und herausgefunden, dass es teilweise aus ganz anderen Kontexten stammt.

Laut Angaben der Türkei wurde ein Migrant an der Grenze zu Griechenland durch Schüsse von griechischer Seite getötet. Griechenland dementiert diese Meldung entschieden. Reporter vor Ort können eine Schussabgabe bestätigen, ob dabei aber jemand verletzt oder getötet wurde, kann noch nicht unabhängig geklärt werden.

Die Türkei hat ihre Grenze zur EU geöffnet, um so ein Entgegenkommen Europas in der Flüchtlingsfrage und dessen Beistand im Syrien-Krieg zu erreichen. Lachender Dritter der ganzen Situation ist Russland.

Der Österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz warnt vor den Folgen bei Versagen des EU-Außengrenzschutzes und wirft Erdogan und der Türkei vor, den Flüchtlingsansturm nach Griechenland bewusst zu organisieren.

Der Mord der Woche im "Tatort", die neuesten Folgen der "Big Bang Theory", die tägliche Dosis "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", die 100. Wiederholung von "Pretty Woman" oder die Ausstrahlungstermine der Fußball-Bundesliga: Hier finden Sie auf einen Blick alle Sendetermine ihrer Lieblingsserien und Live-Shows, dazu alle Top-Filme und Sport-Events.

Kanzler Sebastian Kurz: "Wenn wir jetzt dem türkischen Druck nachgeben, wenn jetzt Präsident Erdogan der Sieger ist, dann werden Hunderttausende nachkommen und das Europa ohne Grenzen nach innen wird Geschichte sein."

Ankara setzt ganz offen Migranten als Druckmittel ein. Griechenland zeigt sich entschlossen, einen massenhaften Andrang von Flüchtlingen in die EU abzublocken. Kann sich das Jahr 2015 wiederholen?

Einer aktuellen Studie zufolge hat von den seit 2013 nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen rund die Hälfte fünf Jahre nach dem Eintreffen einen Job. Die Arbeitsintegration erfolgte damit etwas schneller als bei Geflüchteten früherer Jahre.

25 Migranten sind in einem Kühlcontainer auf einer dänischen Frachtfähre gefunden worden. Wie die Polizei der niederländischen Stadt Rotterdam am Dienstagabend auf Twitter mitteilte, wurden die Migranten am Nachmittag entdeckt.

176 gerettete Geflüchtete dürfen in Italien an Land gehen. Sie warteten seit dem Wochenende auf Freigabe. Wohin die Menschen letztlich gebracht werden sollen, ist unklar.

Ein Boot mit Flüchtlingen an Bord ist wenige Kilometer vor der italienischen Insel Lampedusa gekentert. Mehrere Menschen ertranken, viele wurden vermisst – darunter offenbar acht Kinder.

Bundesinnenminister Horst Seehofer sieht im Herbst 2019 eine Flüchtlingswelle bisher ungekannten Ausmaßes auf Deutschland zurollen. Sie werde womöglich "noch größer als 2015" ausfallen.

Immer wieder drohte der türkische Präsident Erdogan in der Vergangenheit, den Flüchtlingspakt mit der EU platzen zu lassen. Bei einem Besuch in Ankara versucht Horst Seehofer das wackelnde Abkommen zu retten. Die türkischen Minister ziehen nach den Gesprächen ein positives Fazit. In einem wichtigen Punkt lässt Seehofer die Türkei allerdings abblitzen. 

Die Türkei, Russland und der Iran ringen im Bürgerkriegsland Syrien um eine Lösung. Einen Plan, um eine neue Flüchtlingskrise zu vermeiden, gibt es jedoch nicht. Erdogan warnt vor einer "Tragödie".

Kurz nach ihrer Rückkehr ins Einsatzgebiet im Mittelmeer vor Libyen hat die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye mit ihrem Schiff "Alan Kurdi" 44 Migranten gerettet.

Um schnelle Lösungen für den Umgang mit geretteten Bootsflüchtlingen zu finden, fordert die EU-Kommission einen vorläufigen Mechanismus zur Verteilung der Menschen auf die Mitgliedstaaten.

Sprachkenntnisse sind für die Integration unerlässlich doch fast die Hälfte der Zuwanderer in Integrationskursen sind im Jahr 2018 am Deutschtest gescheitert.

Es war absehbar, dass das Rettungsschiff einer deutschen Hilfsorganisation erneut im Meer ausharren muss. Jetzt liegt es unmittelbar vor Italien. Doch die populistische Regierung in Rom sieht die Niederlande am Zug.

Die Zahl der Asylanträge ist im letzten Jahr deutlich gesunken. So stellten 16 Prozent weniger Menschen einen Antrag.

Am Dienstagmorgen ist in der afghanischen Hauptstadt Kabul ein Abschiebeflug aus Deutschland gelandet. An Bord waren 36 abgeschobene Afghanen.

Rettungsaktion im Mittelmeer: Mehr als 300 Migranten werden von privaten Seenotrettern auf hoher See geborgen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Migrationsdebatte erneut die Anerkennung Marokkos als sicheren Herkunftsstaat verlangt.

Hart wurde vor allem um den "Spurwechsel" gerungen - nun gibt es einen Kompromiss zwischen Union und SPD: Bereits am heutigen Dienstag will das Kabinett das Zuwanderungskonzept beschließen, das gerade Branchen, wo händeringend Experten gesucht werden, helfen soll.

Kaum ein Treffen der EU-Spitzen ohne Migration auf der Tagesordnung. EU-Ratschef Tusk will das Thema bei diesem Gipfel zwar klein halten. Die Probleme sind aber längst nicht gelöst. Klappt es in Salzburg?

Sebastian Kurz war immer ein Kritiker der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel. Auch diesmal steht das Thema beim Treffen von Kanzler und Kanzlerin weit oben. Jetzt demonstrieren sie vor allem Harmonie.

Die Vereinbarung mit Italien zur Rücknahme von Flüchtlingen von der deutschen Grenze steht.

Lässt sich nur mit Drohungen mehr Solidarität in der Flüchtlingskrise erzwingen? Die italienische Regierung scheint davon fest überzeugt. Und versucht, die EU erneut unter Druck zu setzen.

Italiens Innenminister Matteo Salvini polarisiert mit einem drastischen Vorschlag, Österreichs Kanzler Sebastian Kurz legt nach: In der Debatte um die Aufnahme und Verteilung von Migranten verschärft sich der Ton.

Vergangenen Freitag hatte die "Aquarius" mehr als 140 Migranten auf dem Mittelmeer gerettet - seitdem wartete sie auf einen sicheren Hafen. Nach Gesprächen zwischen mehreren EU-Staaten gibt es nun nach Angaben der maltesischen Regierung eine Lösung.

Angela Merkel trifft sich mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez, um über die steigende Zahl von Migranten aus Marokko zu beraten. Derweil berichtet ein spanischer Polizei-Funktionär von "chaotischen Verhältnissen" und "Anarchie" an der Grenze zu Frankreich.

Statt in Sizilien kommen Flüchtlinge und Migranten immer häufiger in Andalusien an. Die Flüchtlingsrouten im Mittelmeer scheinen sich stärker nach Westen zu verlagern. Doch so einfach ist es nicht.

Die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms hat auf dem Mittelmeer 87 Migranten aufgenommen. 

Medienberichten zufolge ist es einer der größten Anstürme auf die spanische Exklave Ceuta in der letzten Zeit: Mit selbstgebauten Flammenwerfern und "brutal wie nie zuvor" überwinden mehr als 600 Migranten den Grenzzaun. Spanien findet sich damit plötzlich im Mittelpunkt der Migrationskrise wieder.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) will einen wohl unrechtmäßig abgeschobenen Asylbewerber aus Afghanistan zurückholen. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums.

Beim Untergang eines kleinen Schiffes sind vor der nördlichen Küste Zyperns mindestens 16 Migranten ertrunken.

"Lifeline"-Kapitän Claus-Peter Reisch (57) hat schwere Vorwürfe gegen die Europäische Union und die Regierungen ihrer Mitgliedsländer erhoben.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) lässt prüfen, ob Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer für seinen "Masterplan" zur Asylpolitik unzulässig Ressourcen seines Ministeriums genutzt hat.

Die Flüchtlinge, die auf zwei Rettungsschiffen vor Italien ausgeharrt hatten, dürfen nun an Land.

Die EU hat sich auf eine Verschärfung ihrer Asylpolitik geeinigt. Bereits jetzt zeigt die harte Politik gegen private Seenotretter Wirkung: Schiffe dürfen Häfen nicht verlassen. Auch ein Flugzeug einer deutschen Organisation wird aufgehalten. Der Kieler Seerechtsexperte Uwe Jenisch sieht die Helfer in einer schwierigen Situation.

Die große Koalition hat ihren wochenlangen Asylstreit gerade erst beigelegt. Damit der Kompromiss wirklich hält, sind jedoch die Zusagen anderer Staaten nötig. Innenminister Seehofer fühlt am Donnerstag im Kreise seiner EU-Kollegen vor.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den Selbstmord eines aus Deutschland abgeschobenen Flüchtlings aus Afghanistan bedauert.

Der Brexit-Brief von Horst Seehofer zieht immer weitere Kreise. Nun kritisieren die Grünen den Vorstoß des Innenministers scharf. Auch die Bundesregierung rüffelt den CSU-Minister: Der Inhalt sei nicht abgesprochen gewesen.

Seit Beginn des Rückkehrerprogramms "StarthilfePlus" haben knapp 12.000 Flüchtlinge gegen Zahlungen der Bundesregierung Deutschland wieder verlassen.

Deutschland scheint auf den migrationskritischen Kurs Österreichs einzuschwenken. Doch das kleine Nachbarland will als Folge davon nicht noch mehr Lasten tragen. Kein leichtes Spiel für Berlin.

Die Erwartungen an das Finale im erbitterten Asylstreit von CDU und CSU sind groß. Übergroß. Aus den Reihen des CSU-Vorstandes, der zur Stunde in München tagt, ist zu vernehmen, dass sich die Merkel-Kritiker durchsetzen könnten. Gibt es noch einen Ausweg?

Keine Lösung im Asylstreit zwischen CDU und CSU? Kanzlerin Angela Merkel hat sich nicht darauf festgelegt, ob der erbitterte Streit zwischen den Unionsparteien noch am Sonntag gelöst werden kann.

Zuspitzung im Asylstreit: Horst Seehofer bezeichnet die EU-Vorschläge von Kanzlerin Angela Merkel als "nicht wirkungsgleich". Zudem lehnt er die Unterbringung von bereits registrierten Asylbewerbern in Ankerzentren ab - und bleibt so weiter auf Konfrontationskurs.