Das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Flugbereitschaft der Bundeswehr hat im Jahr 2019 schweren Schaden genommen. Der aktuellste Zwischenfall betrifft Bundeskanzlerin Angela Merkel und geht auf das Konto des Bodenpersonals.

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Ein Bodenfahrzeug hat auf dem Flughafen Dortmund die parkende Regierungsmaschine von Bundeskanzlerin Angela Merkel beschädigt.

Angela Merkel hatte einen Termin in Wuppertal

Die CDU-Politikerin sei nicht an Bord gewesen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Montag. Sie werde nun nach einem Termin in Wuppertal von der Flugbereitschaft der Bundeswehr mit einer anderen Maschine zurück nach Berlin geholt.

Das Fahrzeug habe die stehende "Global 5000" touchiert, hieß es in einem Tweet der Luftwaffe. Das Ausmaß des Schadens stand zunächst nicht fest.

Beinahe-Bruchlandung in Berlin-Schönefeld

Bei dem Flugzeug handelt es sich um den gleichen Typ, den die Piloten Mitte April nur dank ihres Könnens nach einem wilden Anflug auf dem Flughafen in Berlin-Schönefeld spektakulär notlandeten. Dabei berührten die Tragflächen der Maschine den Boden. Der Flieger wurde schwer beschädigt und legte den Flugverkehr in Schönefeld vorübergehend lahm.

Im Jahr 2019 war Merkel bereits in Argentinien Opfer einer Flugzeugpanne geworden und befindet sich damit in bester Gesellschaft: Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundesaußenminister Heiko Maas und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hatten sich 2019 auf ihren jeweiligen Dienstreisen mehr oder minder lang verspätet. (dpa/hau)

Genug der peinlichen Pannen: Die Flugbereitschaft der Bundesregierung soll mit drei nagelneuen Luxus-Fliegern vom Typ Airbus A350-900 ausgestattet werden. Kostenpunkt: insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Alleine die Spezialausstattungen kosten den Steuerzahler mehr als eine halbe Milliarde Euro.