Manchester: Die Bilder nach der Explosion

Am späten Montagabend ereignet sich in Manchester bei einem Konzert der Sängerin Ariana Grande eine Explosion. Später wird klar: Es war ein Terroranschlag. Mehrere Menschen werden verletzt, mindestens 22 kommen ums Leben. Augenzeugen berichten von dramatischen Szenen: Die Bilder aus Manchester.

Bei einer Explosion auf einem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande sind in Manchester am späten Montagabend mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen.
Weitere wurden nach Angaben von Rettungskräften verletzt. Die Ursache der Detonation war zunächst unklar. Später wird klar, dass es sich um einen Selbstmordattentäter handelte.
Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Lied Ariana Grandes gegen 22:30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr deutscher Zeit).
Rund um die Halle zogen bewaffnete und maskierte Polizisten auf. Auch Sprengstoffspezialisten waren im Einsatz.
Der unmittelbar neben der Halle liegende Bahnhof Manchester Victoria wurde gesperrt.
Die Polizei forderte die Menschen auf, sich aus der Gegend um die Konzerthalle fernzuhalten und rief zu erhöhter Wachsamkeit auf.
Der Anschlag ereignete sich in der Manchester Arena, einer Konzerthalle, die bis zu 21.000 Besuchern Platz bietet.
Das Konzert der Sängerin Ariana Grande hatten besonders viele Kinder und Jugendliche besucht.
Die BBC berichtete unter Berufung auf die Polizei, die Explosion sei im Foyer der Halle gewesen. Auch der Veranstalter sprach von einer Explosion außerhalb der eigentlichen Konzerthalle.
In der Konzerthalle spielten sich nach der Explosion Augenzeugenberichten zufolge dramatische Szenen ab.
"Ich sah, wie die Leute schreiend in eine Richtung rannten und sich plötzlich viele umdrehten und wieder in die andere Richtung liefen", sagte ein 17 Jahre alter Konzertbesucher dem Nachrichtensender "Sky News".
Augenzeugen berichteten von Menschen, die blutüberströmt auf dem Boden lagen.
"Zuerst dachten wir, dass einer der riesigen Gasballons auf dem Konzert geplatzt sei", sagte eine Besucherin zu "Sky News", "aber als wir draußen waren, sahen wir, dass es etwas Ernsteres gewesen sein muss."
Die Polizei behandelte den Vorfall wie einen Terrorakt, so lange keine anderen Erkenntnisse vorliegen.
Wie die Polizei von Manchester bestätigte befinden sich auch Kinder unter den Todesopfern des Anschlages.
Der Polizeipräsident von Manchester bestätigte bisher insgesamt 22 Todesopfer. Des weiteren seien 59 Menschen verletzt worden.
Andy Burnham, Bürgermeister von Manchester, und Richard Leese, Chef der Stadtverwaltung, zeigten sich beide betroffen von dem Anschlag. Leese appellierte an die Solidarität der Bewohner: "Wir werden Terroristen nicht erlauben, ihr Ziel zu erreichen, Angst zu säen und uns zu spalten".
Die Innenministerin Amber Rudd und weitere Regierungsvertreter trafen sich am Dienstagmorgen bei einer Krisensitzung des Sicherheitskabinetts der Regierung.
Die Sicherheitskräfte der Stadt sind weiterhin in Alarmbereitschaft. So patrouillieren bewaffnete Polizisten auf den Straßen der Stadt.
Als Reaktion auf den Anschlag wurden die Flaggen auf dem Dach der Residenz von Premierministerin Theresa May in der Downing Street auf Halbmast gesetzt.
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