• Ab dem 28. Juni liefert die Europäische Union Impfstoff-Dosen gegen das Affenpocken-Virus aus.
  • Die erste Lieferung geht an Spanien, danach wird unter anderem auch Deutschland beliefert.
  • Die EU hatte Mitte des Monats rund 110.000 Impfdosen der dritten Generation beim Unternehmen Bavarian Nordic eingekauft.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Die Europäische Union hat mit der Auslieferung der ersten Impfstoff-Dosen gegen Affenpocken begonnen. "Ab heute treffen die ersten Impfstofflieferungen als Reaktion auf den Ausbruch der Affenpocken in den am stärksten betroffenen Ländern ein", erklärte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Dienstag.

Zunächst sollen 5.300 Dosen in Spanien ankommen, danach werden nach Angaben der EU-Kommission Portugal, Deutschland und Belgien beliefert. Im Juli und August sollen weitere Mitgliedsländer Impfdosen erhalten.

Die EU hatte Mitte des Monats rund 110.000 Impfdosen der dritten Generation beim Unternehmen Bavarian Nordic eingekauft. Der Impfstoff soll den 27 EU-Staaten sowie Norwegen und Island zur Verfügung stehen. Die Verteilung der Dosen erfolgt nach Bevölkerungsgröße und der Anzahl der Affenpockenfälle.

Stiko empfiehlt Impfung für bestimmte Personengruppen

In vergangenen Jahren sind Affenpocken immer wieder in einigen afrikanischen Ländern aufgetreten. Seit Mai häufen sich Infektionen in anderen, vor allem europäischen Ländern, die nicht mit Afrika-Reisen in Zusammenhang stehen. Nach Angaben der Kommission wurden seit dem Zeitpunkt rund 2.700 Affenpockenfälle in 23 EU-Staaten gemeldet.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt in Deutschland eine Impfung gegen Affenpocken für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten. (dpa/ari)

Affenpocken

Stigmatisierend: WHO will Namen der Affenpocken ändern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will den Affenpocken einen neuen Namen geben. Es gibt seit langem Bestrebungen, Krankheiten nicht mehr nach Tieren oder Regionen zu benennen, um jeglicher Möglichkeit von Diskriminierung oder Stigmatisierung vorzubeugen. (Photocredit: IMAGO / Westlight)