• Volker Wissing, Bundesminister für Verkehr und Digitales (FDP), sorgte für Aufsehen mit einer Aussage über den Energieverbrauch durch online hochgeladene Essensfotos.
  • In den sozialen Netzwerken gab es Spott und Kritik, da Wissing mutmaßlich effektivere Maßnahmen wie ein Tempolimit ablehnt.
  • Andere Stimmen verwiesen darauf, dass der Hintergrund der Äußerung, der Stromverbrauch des Internets, ein wichtiges Thema sei.

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Volker Wissing, Bundesminister für Verkehr und Digitales (FDP), hat mit einer Äußerung für Aufsehen in den sozialen Netzwerken gesorgt. Nach einem Treffen der G7-Digitalministerinnen und -minister in Düsseldorf hatte der Politiker über die auf der Konferenz behandelten Themen gesprochen - darunter der hohe Energieverbrauch durch die Nutzung des Internets.

Als Beispiel erwähnte er das Hochladen von Essensfotos: "Man muss sich die Frage stellen: Ist das wirklich notwendig? Denken wir bei solchen Dingen daran, dass das erhebliche Folgen hat?" (Die ganze Pressekonferenz ist auf dem Youtube-Kanal des Ministeriums zu sehen)

Wissings Aussage sorgt für Spott auf Twitter

Die Aussage sorgte etwa auf Twitter bei vielen Nutzerinnen und Nutzern für Spott und Kritik. Häufig ging es dabei darum, dass sich Wissing mit diesem als klein wahrgenommenem Problem beschäftige und gleichzeitig mutmaßlich effektivere Maßnahmen wie ein Tempolimit verhindere.

In dem Zusammenhang hatte zuletzt Anfang April eine Aussage von Wissing in der "Hamburger Morgenpost" negative Beachtung gefunden. Er hatte seine Ablehnung für eine temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen unter anderem damit begründet, dass es nicht genug dafür nötige Schilder zum Aufstellen gebe.

Andere, darunter auch die CDU-Politikerin und ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, wiesen darauf hin, dass Wissing selbst immer wieder Bilder von Essen auf seinem Instagram-Profil veröffentliche.

Es gab aber auch Stimmen, die darauf hinwiesen, dass der Hintergrund der Aussage, der hohe Energieverbrauch des Internets, sehr wohl ein wichtiges Thema sei. Wissing nahm über sein Twitter-Profil auch selbst Stellung zur Kritik und schrieb: "Jeder soll das Netz frei nutzen können, auch für #FotosvonEssen, und die Politik sollte dafür sorgen, dass dies klimaneutral möglich ist."