Das Weiße Haus bereitet sich einem Medienbericht zufolge auf ein mögliches Impeachment-Verfahren gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump vor. Der steht unter immer höherem Druck. Derweil zweifeln zwei Drittel der Deutschen an einer regulären Amtszeit.

Wie der US-Sender "CNN" mit Verweis auf interne Quellen aus dem Weißen Haus berichtet, prüfen die Anwälte dabei die Möglichkeiten, wie ein solches Amtsenthebungsverfahren ablaufen könnte.

Angeblich wurden Impeachment-Experten befragt

Ermittlungen machen das Undenkbare plötzlich denkbar: das "Impeachment".

Letzte Woche wurden demnach durch die Anwälte des Weißen Hauses Impeachment-Experten konsultiert, um diesbezüglich Informationen zu sammeln.

Anfang dieser Woche besuchten enge Berater des Präsidenten, einschließlich des Anwalts Michael Cohen, das Weiße Haus, um die Notwendigkeit zu besprechen, persönliche Anwälte für Trump einzustellen.

Gleichwohl offizielle Stellen laut "CNN" noch von einer lediglich "entfernten Möglichkeit" eines solchen Verfahrens sprechen, wären solche Vorgänge absolut unüblich.

Im Weißen Haus gehe man laut "CNN" dennoch davon aus, dass der Präsident weiterhin den Rückhalt der Republikaner im Kongress habe.

Selbst die Demokraten forcieren derzeit kein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump.

Das Weiße Haus wollte ursprünglich keinen Kommentar zu dem "CNN"-Bericht abgeben, hat ihn mittlerweile aber vehement bestritten. Demnach bereite man sich keinesfalls auf ein Impeachment vor.

Ex-FBI-Chef Comey will aussagen

Der wegen der Russlandaffäre unter Druck geratene US-Präsident steht weiter unter großem Druck und muss nun die offizielle Aussage des von ihm entlassenen Ex-FBI-Chefs James Comey fürchten.

Ein Memo hatte für Aufsehen gesorgt, in dem Comey berichtete, der Präsident habe ihn aufgefordert, die FBI-Ermittlungen gegen den ehemaligen Berater Michael Flynn einzustellen.

Zudem wurde in der Affäre mit Ex-FBI-Chef Robert Mueller ein Sonderermittler eingeschaltet.

Mehrheit der Deutschen glaubt an vorzeitiges Ausscheiden Trumps

In Deutschland rechnen laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Welt" zwei Drittel der Menschen mit einem vorzeitigen Amtsausscheiden von Präsident Trump.

Einzig die Anhänger der AfD glauben mit 56,6 Prozent mehrheitlich an eine reguläre Amtszeit Trumps.

Am stärksten daran zweifeln die Anhänger der SPD mit 80,7 Prozent und die der Union mit 79,1 Prozent.

(sh/dpa)