In seiner mit Spannung erwarteten ersten Pressekonferenz nach der US-Wahl hat der künftige US-Präsident Donald Trump nicht nur sein Firmenimperium an seine Söhne übergeben, er hat auch Vorwürfe dementiert, Russland habe ihn mit belastendem Material in der Hand. Die Pressestimmen im Überblick:

  • New York Times: "Trump geht auf Schmusekurs zu Putin"

    Die "New York Times" spekuliert über Donald Trumps Umgang mit Hacker-Angriffen zur US-Wahl sowie den Vorwürfen zur Erpressbarkeit aufgrund russischer Geheimdienstinformationen. "Die Tatsache, dass Donald Trump dem Kreml mehr Glaubwürdigkeit als den US-Geheimdiensten zu schenken scheint und mit Wladimir Putin auf Schmusekurs geht, lässt Spekulationen über seine wirklichen Motive zu." Zum Artikel
  • The Guardian: "Katastrophale Pressekonferenz und ahnungslose Präsidentschaft"

    Der "Guardian" stellt Trumps Auftritt ein schlechtes Zeugnis aus. "Ausgehend von der Pressekonferenz hat Trump keine Selbstdisziplin und Strategie, um mit der russischen Krise (...) fertig zu werden." Zum Artikel
  • CNN: "Trump hat gerockt"

    Timothy Stanley, Kolumnist bei "CNN", bewertete Trumps Pressekonferenz positiv. "Wie war Trumps erste Pressekonferenz? Sie war seltsam, ausfallend und gelegentlich irreführend. Aber er hat sie gerockt. Unpräsidial? Ja. Unpopulär? Nein." Stanley vergleicht Trumps Pressekonferenz mit Barack Obamas Abschiedsrede. Obama habe einen professionellen "moralischen Vortrag" gehalten. "Aber Trump kommt einfach gleich zur Sache. Das ist oft unaufrichtig und hässlich - aber nachdrücklich." Zum Artikel
  • tagesschau.de: "Gelassen wie ein Stier in der Arena"

    Sabrina Fritz von "tagesschau.de" meint, Trump reagierte so "gelassen wie ein Stier in der Arena". "Trump wirkt auch wenige Tage, bevor er den Atomkoffer in die Hand gedrückt bekommt, unberechenbar. Der Sieg, den ihm niemand mehr nehmen kann, hat ihn nicht entspannter, sondern nervöser gemacht." Zum Artikel
  • faz.net: "Immer noch der dünnhäutige Provokateur"

    Für "faz.net" wahrt Donald Trump auch weiterhin sein Geheimnis, wie aus dem impulsiven Wahlkämpfer ein besonnener US-Präsident werden soll. "Die Verwandlung in einen Staatsmann, der lieber Gräben zuschüttet, als Mauern zu bauen, hat jedoch noch nicht eingesetzt. Trump tritt noch immer als der dünnhäutige Provokateur auf, der sich schon von einer Schauspielerin aus der Reserve locken lässt." Zum Artikel
  • tagesspiegel.de: "Donald Trump ist absichtlich unanständig"

    Laut "tagesspiegel.de" bricht Trump weiterhin reihenweise Tabus, weil ihn niemand daran hindert. Darin liege Kalkül. "Sein Motto: Mir kann keiner was. Meine Tabubrüche bleiben folgenlos. Mut, Schläue und Dreistigkeit: Das sind die wahren Tugenden." Zum Artikel

(ms)