Donald Trump legt nach seiner Einmischung in den Asylstreit zwischen CDU und CSU noch einmal nach. Die Statistik über die Kriminalität in der Bundesrepublik sei falsch. Diese liege laut Trump viel höher. Angela Merkel weist die Vorwürfe zurück.

US-Präsident Donald Trump wirft den deutschen Behörden falsche Angaben zur Kriminalität vor.

Infolge der Zuwanderung habe die Kriminalität in Deutschland "um zehn Prozent" zugenommen, die deutschen Behörden wollten aber nicht "über diese Verbrechen berichten", schrieb Trump am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

In anderen Ländern sehe die Lage "noch schlimmer" aus, führt Trump ohne Belege weiter aus und fügt an: "Ohne Grenzen hast du kein Land."

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Angaben Trumps zurückgewiesen. Die kürzlich vorgelegte polizeiliche Kriminalstatistik weise "leicht positive Entwicklungen" auf, sagte Merkel am Dienstag bei einem Treffen mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im brandenburgischen Merseberg. Die Kriminalstatistik "spricht für sich", betonte Merkel.

Kriminalität auf niedrigstem Wert seit 25 Jahren

Laut der im Mai von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vorlegten Statistik sank die Kriminalität in Deutschland im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Wert seit 25 Jahren.

Bereits am Montag hatte sich der US-Präsident in den Asylstreit zwischen CDU und CSU eingemischt. Trump stellt in einem Tweet die aktuelle deutsche Regierungskrise als Folge einer aus seiner Sicht falschen Migrationspolitik dar.

"Die Menschen in Deutschland wenden sich gegen ihre Führung, weil das Migrationsthema die ohnehin schon schwächelnde Koalition durchschüttelt", schrieb Trump. (szu/afp/dpa)