Barack Obamas Ex-Fotograf Pete Souza ist derzeit auf Instagram in aller Munde. Auf seinem Account lädt er nach und nach Fotos von Obamas Amtszeit hoch - und kritisiert damit indirekt Donald Trump.

Pete Souza war der ständige Begleiter von Barack Obama. Als ehemaliger Fotograf des Weißen Hauses durchlebte Souza alle Höhen und Tiefen des ehemaligen US-Präsidenten hautnah. Jetzt ist er nicht mehr im Weißen Haus tätig. Die entstandenen Fotos teilt er aber weiterhin fleißig, seit neuestem über seinen privaten Instagram-Account. Das Besondere dabei: Mit seinen Fotos übt er auf subtile Weise Kritik am neuen Präsidenten Donald Trump.

So zum Beispiel mit einem Bild von Obama und dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto. Als bekannt wurde, dass Mexikos Präsident ein erstes Treffen mit Trump absagte, nachdem dieser ihn mit seinen Mauerbauplänen brüskiert hatte, postete Souza ein Foto von Peña Nieto und Obama. Es zeigt die beiden in Harmonie beim gemeinsamen Tequila trinken.

Auch das erste Telefonat Trumps mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull verlief turbulent. Trump soll hierbei sogar ausfällig geworden sein und das Gespräch vorzeitig beendet haben. Hierzu postete Souza das passende Foto von Turnbull und Obama - beide lachend und bei bester Laune.

Ähnliche Geschichte beim Antrittsbesuch von Kanadas Premierminister Justin Trudeau. Auch wenn das Treffen größtenteils harmonisch verlief, gab es im Vorfeld durchaus Konfliktpotential, unter anderem aufgrund unterschiedlicher Haltungen zur Flüchtlingsfrage. Das Bild von Obama und Trudeau ist mit dem Wort "Verbündete" unterschrieben.

Keine direkte Kritik an Trump

Souza braucht keine Worte, um seine Haltung zu offenbaren. Er kritisiert Trump nicht direkt, er lässt seine Bilder sprechen. Vor allem der gewählte Zeitpunkt der Postings spielt hierbei eine Rolle.

Zu politischen Diskussionen "äußert" sich Souza ebenfalls. Kurze Zeit nach der von Trump verhängten Einreisesperre von Flüchtlingen und Menschen aus muslimischen Ländern postete er ein Foto, das Obama mit einem Flüchtlingsmädchen zeigt - lächelnd ins Gespräch vertieft.

Ab und an schickt Souza doch eine Botschaft seinen Fotos hinterher. Wie bei diesem Bild:

Es zeigt die Beine von Obama und drei weitere Paare, die Damen gehören. Untertitelt ist das Foto wie folgt: "Treffen mit Spitzenberatern. Ich denke, Sie ahnen, worauf ich hinaus will." Dieser Post könnte eine Anspielung auf Trumps Kabinett sein. Dieser hat mit der umstrittenen Kellyanne Cornway zwar eine weibliche Beraterin an seiner Seite, das restliche Kabinett besteht aber überwiegend aus weißen, älteren Männern.

Souzas Instagram-Account ist noch keinen Monat online und hat bereits eine Million Follower. Man kann davon ausgehen, dass er seine Fans noch längere Zeit an Momenten aus Obamas Amtszeit teilhaben lässt - und nebenbei die Trumps kommentiert. (ms)