• Die CSU hat sich auf ihrem Parteitag gegen eine Verpflichtung zur Nutzung einer geschlechtsneutralen Sprache ausgesprochen.
  • "Die krampfhafte Wortwahl der Gender-Sprache hat in Behörden und Bildungseinrichtungen zu unterbleiben", heißt es in einem Antrag.

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Die CSU hat sich auf ihrem Parteitag in Nürnberg mit großer Mehrheit gegen eine Verpflichtung zur Nutzung einer geschlechtsneutralen Sprache ausgesprochen. "Die krampfhafte Wortwahl der Gender-Sprache hat in Behörden und Bildungseinrichtungen zu unterbleiben", heißt es in einem Antrag, der von den Delegierten am Freitag mit großer Mehrheit von mehr als 96 Prozent angenommen wurde.

Muss sich in der Gesellschaft durchsetzen

"Die politisch indoktrinierten, künstlichen Auswüchse gendermoralistischer Sprachakrobatik" seien abzulehnen, solange sie sich nicht von unten nach oben in der Gesellschaft durchsetzten, sondern von einzelnen Institutionen oder Medienanstalten auferlegt würden, heißt es in dem Antrag, den der Vorsitzende der Jungen Union in Bayern, Christian Doleschal, eingebracht hatte.

Söder gegen eine Pflicht zur Gender-Sprache

Zuvor hatte sich bereits der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder gegen eine Pflicht zur Gender-Sprache ausgesprochen. "Wir als CSU akzeptieren kein Gender-Gesetz und keine Gender-Strafzettel", sagte Söder. "Wir sind ein Freistaat und kein Umerziehungsstaat, bei uns zählt der gesunde Menschenverstand", sagte er. (dpa/cdo)