Berlin (dpa) - Das Zustandekommen eines Gipfeltreffens zur Ukraine-Krise Mitte Januar ist nach Angaben der Bundesregierung noch offen.

"Ob und wann es zu einem solchen Treffen im sogenannten Normandie-Format kommen wird, kann ich Ihnen heute noch nicht sagen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. "Ein solches Treffen ist nur dann sinnvoll, wenn da auch echte Fortschritte erzielt werden können."

Im Gespräch ist ein Treffen der Staats- und Regierungschefs Russlands, der Ukraine, Deutschlands und Frankreichs am 15. Januar in Kasachstan. Die Vierer-Runde wird als "Normandie-Format" bezeichnet, weil es ein erstes Treffen dieser Art im vergangenen Juni in der französischen Region Normandie gegeben hatte.

Am Montag kamen in Berlin hochrangige Diplomaten der vier Länder zusammen, um über die Umsetzung des Minsker Abkommens von Anfang September zu beraten. Damals wurde unter anderem eine Waffenruhe zwischen den prorussischen Separatisten in der Ostukraine und den ukrainischen Regierungstruppen vereinbart. Trotzdem kommt es immer wieder zu Kämpfen in dem Krisengebiet.