Nachdem die politischen Hürden beim Nato-Betritt Finnlands aus dem Weg geräumt sind, richtet die Bundesregierung ihren Blick auf die Aufnahme Schwedens. Dass das türkische Parlament dem Beitritt Finnlands zugestimmt habe, werde sehr und mit großer Freude begrüßt, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag in Berlin. Die Bundesregierung bleibe dabei, dass auch Schweden diesen Weg nun in absehbarer Zeit müsse gehen können. "Das ist der Schritt, der jetzt noch aussteht. Und wir werben intensiv dafür, dass auch Schweden in absehbarer Zeit dann auch alle Ratifizierungsurkunden erhält, damit dieser Schritt getätigt werden kann", sagte Hebestreit.

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Als letztes der 30 derzeitigen Nato-Mitglieder hatte die Türkei der Aufnahme Finnlands am Donnerstag kurz vor Mitternacht zugestimmt. Damit ist der Beitritt des nordischen Landes nur noch eine Frage von Formalitäten. Schweden, das ursprünglich parallel mit Finnland in die Nato aufgenommen werden wollte, muss dagegen weiterhin warten. Für den schwedischen Beitritt fehlen nach wie vor die Ratifizierungen aus Ungarn und der Türkei. Beide Staaten hatten sich als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zum Beitritt entschlossen.  © dpa

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