Der Präsident des Europäischen Rates Donald Tusk und der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker haben Großbritannien eine Tür zum Verbleib in der Europäischen Union geöffnet.

Großbritannien könne "seine Meinung" in Bezug auf den Brexit noch ändern. Das sagten die beiden höchsten Offiziellen der EU Donald, Tusk und Jean-Claude Juncker, laut übereinstimmenden Agentur- und Medienmeldungen bei einer Sitzung des Europaparlaments in Straßburg.

Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, sagte demnach bei einer Rede im Abgeordnetenhaus, dass die "Herzen der Europäer weiter offen" für "die britischen Freunde" seien, wenn diese in der Union verbleiben möchten.

Diese Aussagen wurden vom Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, noch weiter unterstrichen: "Präsident Tusk hat gesagt, dass die Türen der EU für Großbritannien weiter offen bleiben. Ich hoffe, dass das in London klar gehört wird."

Die Briten hatten im Juni 2016 in einem Referendum mit knapp 52 Prozent für den Brexit gestimmt. Inzwischen ist aber die Skepsis zu dem Schritt in Großbritannien gewachsen.

Die Liberalen und andere proeuropäische Oppositionspolitiker fordern bereits ein zweites Referendum. Sie argumentieren, dass den Briten bei der Abstimmung von 2016 die volle Tragweite der Entscheidung nicht klar gewesen sei. (mgb / afp)