Theresa May hat in ihrer Grundsatzrede einen harten Brexit angekündigt. Aus der Sicht der Premierministerin ist das Vereinigte Königreich für den Ausstieg aus dem EU-Binnenmarkt bereit. "Halb drinnen, halb draußen" wird es laut May nicht geben. Was sagen Europa und die USA zu der Rede von Theresa May? Nationale und internationale Pressestimmen.

  • Spiegel Online: "Ich will, ich will, ich will"

    "Theresa May stellt in ihrer Grundsatzrede eine Forderung nach der anderen. Damit ist es ihr gelungen, den Rest von Europa davon zu überzeugen, dass die britische Regierung unter Realitätsverlust leidet." Zum Artikel
  • Süddeutsche Zeitung: "Die EU muss den Preis für den Brexit hoch ansetzen"

    "Die Premierministerin muss für den Brexit einen hohen Preis zahlen. Zwar werden die Briten in Sachen Freiheit und Handel vom Brexit profitieren. Die Rückschläge zeigt May ihrem Wahlvolk jedoch nicht auf. Für May geht es darum, eine möglichst große Souveränität auszustrahlen." Zum Artikel
  • Welt online: "Auf Europa kommt es an. Jetzt erst recht!"

    "May will das Verhältnis zur restlichen EU komplett neu aushandeln. Das ermöglicht für Europa und Großbritannien jegliche Formen der Zusammenarbeit. Der Brexit kann daher auch eine Chance für die EU sein." Zum Artikel
  • New York Times: "Scheidung darf Beziehungen so wenig wie möglich schaden"

    "Auch wenn Großbritannien den EU-Binnenmarkt verlässt, dürfen die langfristigen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Großbritannien und Europa nicht darunter leiden. Bis Ende März soll der zweijährige Austrittsprozess in Gang gesetzt werden." Zum Artikel
  • Times: "May hat etwas gesagt, ohne etwas zu sagen"

    "Theresa May hat es bei ihrer Grundsatzrede geschafft, auf die Forderungen nach mehr Klarheit über den Brexit nur die Punkte anzusprechen, die ohnehin schon bekannt waren. Für May ging es darum klarzumachen, dass der Brexit keine persönliche Angelegenheit, sondern vielmehr eine aufrichtige Wiederbelebung des Rechts auf nationale Selbstbestimmung sei." Zum Artikel
  • El País: "Der Brexit entstellt den britischen Staat"

    "Bis jetzt hat der Brexit die britische Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen. Die Gesellschaft wurde in politischer Hinsicht breites entzweit und jetzt vernichtet er auch noch die traditionelle Neutralität und Unabhängigkeit der britischen Verwaltung." Zum Artikel
  • NZZ: "Keine Rosinenpickerei für Großbritannien"

    "Die Forderung nach einem maßgeschneiderten Abkommen klingt für die EU nach genau dem Rosinenpicken, welches Brüssel unbedingt verhindern will. Daher werden die Briten es nicht ganz verhindern können, Zugeständnisse zu machen, die Premierministerin May dann erklären muss." Zum Artikel
  • Der Standard: "May übertrifft schlimmste Erwartungen"

    "Im schlimmsten Fall richtet Theresa May mit dem harten Brexit weitere Zerstörungen an. Dabei wären viele Brexit-Befürworter auch mit einem weichen Brexit zufrieden. Auf Großbritannien warten schwere Jahre." Zum Artikel

    Brexit: Was passiert nach einem EU-Austritt?

    Die britische Premierministerin Theresa May will beim EU-Austritt ihres Landes einen klaren Schnitt. Dieses Video entwirft ein Szenario für den EU-Austritt eines Landes.
    Zusammengestellt von Florian Ullmann