Die Briten haben sich für "Leave" entschieden: Aus dem Referendum für oder gegen einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union sind die EU-Gegner als Sieger hervorgegangen. So reagierten die Befürworter und Gegner des Brexit nach der Entscheidung.

In den Umfragen vor dem Brexit hatten die Gegner eines Ausstiegs aus der EU noch vorne gelegen. Nach der Abstimmung sitzt bei Brexit-Gegnern der Schock tief, während die Befürworter jubeln.

Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) per Twitter: "Damn! (Verdammt) Ein schlechter Tag für Europa"

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD): "Die Nachrichten aus Großbritannien sind wahrlich ernüchternd. Es sieht nach einem traurigen Tag für Europa und für Großbritannien aus."

Aleksander Kwasniewski (Polens Ex-Präsident): "Das ist das Ende Großbritanniens. Jene EU, mit der wir zwölf glückliche Jahre verlebten, wird es nicht mehr geben. Wir treten ein in eine Zeit des Chaos, des Schocks und der Unberechenbarkeit mit allen Konsequenzen."

Nigel Farage (UKIP, britische Anti-EU-Partei): "Die EU versagt, die EU stirbt. Möge der 23. Juni als unser Unabhängigkeitstag in die Geschichte eingehen. Wir werden das geschafft haben, ohne kämpfen zu müssen - ohne dass auch nur eine einzige Kugel abgefeuert werden musste. Wir wollen Freunde und Nachbarn sein. Aber ohne Hymnen, ohne Flaggen und ohne nutzlose Präsidenten, die nicht gewählt sind."

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Christian Kern (Österreichischer Bundeskanzler, SPÖ): "Das ist kein guter Tag für Großbritannien. Es ist kein guter Tag für Europa. Aber es ist auch kein guter Tag für unser Land. Europa wird an Bedeutung in der Welt verlieren."

Sebastian Kurz (Österreichischer Außenminister, ÖVP): "Ein Dominoeffekt auf andere Länder ist nicht auszuschließen."

Heinz-Christian Strache (Chef der österreichischen Partei FPÖ): "Das Ergebnis ist eine Weichenstellung für die Demokratie und gegen den politischen Zentralismus, aber auch gegen den anhaltenden Migrationswahn."

Martin Schulz (Europaparlamentspräsident): "Die Kettenreaktion wird es gar nicht geben."

Sarah Palin (Republikanische US-Politikerin) per Facebook: "Froh, dass der Brexit sich durchgesetzt hat!"

Christian Lindner (FDP-Chef): "Eine bedauerliche Entscheidung der Briten, auf die es keinen Rabatt geben darf. Wir müssen das Momentum nutzen, um Europa besser zu machen. Gefragt ist ein Europa für die großen Dinge und nicht jedes Detail"

Drohender EU-Austritt Großbritanniens schickt Börse in Ostasien auf Talfahrt.

Geert Wilders (Chef der rechtspopulistischen niederländischen Partei für die Freiheit) per Twitter: "Bye bye Brüssel. Und die Niederlande werden die Nächsten sein!"

Politiker Paddy Ashdown (Ehemaliger Chef der britischen Liberalen): "Gott stehe unserem Land bei."

Declan Kearney (Vorsitzender der irisch-nationalistischen Partei Sinn Fein): "Die britische Regierung hat (...) jedes Mandat, die Interessen der Menschen in Nordirland zu repräsentieren, verloren"

(dpa/szu)

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Briten stimmen für Ausstieg aus der EU

Eindrücke von Großbritanniens Referendum über den Verbleib in der EU.