Brexit Debatte in Zitaten: "Ratten, die ein sinkendes Schiff verlassen"

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Das Europaparlament hat am Dienstag über die Auswirkungen des britischen Brexit-Referendums auf die Staatengemeinschaft beraten. Ein Überblick der Debatte in Zitaten.

Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission, zu den Vertretern des Brexit-Lagers in Großbritannien: "Ich stelle (...) fest, dass die strahlenden Brexit-Helden von gestern die traurigen Helden von heute sind" und "Patrioten gehen nicht von Bord, wenn die Lage schwierig wird - dann bleiben sie".
Bernd Lucke, Ex-AfD-Gründer, Alfa-Abgeordneter aus der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer mit Angriff auf Kommissionspräsident Juncker: "Sind sie denn mit ihrer Vision von Europa, die von den Briten abgelehnt worden ist und die von vielen anderen Menschen in Europa ebenfalls abgelehnt wird, noch der richtige Mann, um die Europäische Kommission zu führen oder sollten sie nicht die Konsequenzen ziehen, zu ihrer politischen Verantwortung stehen und zurücktreten?"
Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates über mögliche Sonderrechte für Großbritannien: "Wir werden unsere Freiheiten nicht verramschen und es wird keinen Zugang zum Binnenmarkt à la carte geben".
Manfred Weber, Vorsitzender der Fraktion der Europäischen Volkspartei: "Es ist nicht akzeptabel, dass die Lastwagen freie Fahrt haben auf diesem Kontinent, aber die Bürger vor verschlossenen Schlagbäumen stehen".
Gianni Pittella, Chef der sozialistischen Fraktion im Europaparlament zum Beginn der Austrittsverhandlungen: "Wir dürfen keine Zeit verlieren. Zu warten, bis die Konservativen in Großbritannien gewählt haben, ist absurd."
Syed Kamall, Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer zu Schuldzuweisungen nach dem Brexit: "Je mehr die EU-Kommissare, Europa-Abgeordneten und die Staats- und Regierungschefs Großbritannien unter Druck setzen, desto mehr rechtfertigen sie die Entscheidung, die die britische Bevölkerung getroffen hat".
Gabi Zimmer, Fraktionschefin der Linken im Europaparlament: "Die EU ist kein Spielzeug, das man gegen die Wand werfen kann und sich dann darüber freut, dass es kaputt geht".
Rebecca Harms, Grünen-Fraktionsvorsitzende im Europaparlament: "Unsere Türen müssen für Großbritannien auch weiterhin offen stehen".
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