• Volker Bouffier will Ende Mai als Regierungschef abtreten.
  • Hessens Landtagspräsident Boris Rhein soll ihn politisch beerben - an der CDU-Landesspitze und in der Staatskanzlei.

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Der bisherige hessische Landtagspräsident Boris Rhein soll neuer Ministerpräsident und damit Nachfolger von Volker Bouffier werden. Er soll außerdem das Amt des CDU-Landesvorsitzenden von ihm übernehmen. Bouffier sagte am Freitag in Fulda, bei einem Treffen von Spitzenvertretern der CDU sei sein entsprechender Vorschlag einstimmig angenommen worden.

Der 70-Jährige hatte zuvor seinen Rücktritt vom Amt des Regierungschefs für Ende Mai angekündigt. Rhein muss noch vom Landtag als Ministerpräsident gewählt werden. Der CDU-Landesparteitag mit der Neuwahl des Vorstandes ist für Anfang Juli geplant.

Erste Medienberichte über Bouffiers Rückzug gab es bereits am Donnerstag

Bereits am Donnerstag hatten mehrere Medien berichtet, dass Rhein Bouffier nachfolgen soll. Der 50-Jährige war zwischen 2014 und 2019 Minister für Wissenschaft und Kunst, davor war er vier Jahre Innenminister.

Damit wird der Wechsel im Amts des hessischen Ministerpräsidenten rund eineinhalb Jahre vor Ablauf der Wahlperiode vollzogen. Es bleibt damit auch dabei, dass die Ämter des Parteichefs und des Ministerpräsidenten oder CDU-Spitzenkandidaten für eine Landtagswahl in einer Hand liegen. Der hessische Landtag wird voraussichtlich im Herbst 2023 neu gewählt. Derzeit regiert die CDU zusammen mit den Grünen.

Bouffier ist der derzeit dienstälteste Ministerpräsident in Deutschland. Seit fast zwölf Jahren führt er als Regierungschef die Landesregierung in Hessen an. Auch Hessens Kultusminister Alexander Lorz hatte zuvor Interesse an seiner Nachfolge angemeldet, er kommt damit nun aber nicht zum Zug.  © dpa