Ein klares Statement der "New York Times" - und eine heftige Antwort des rechtskonservativen Bloggers Erick Erickson: Er reagierte mit einem Bild auf Twitter, das Einschusslöcher in dem Leitartikel zeigt.

In dem Text hatte die renommierte Zeitung die Verschärfung der Waffengesetze in den USA gefordert.

Nach dem Anschlag in San Bernardino hat die Debatte um die Waffengesetze in den USA erneut Fahrt aufgenommen. Die "New York Times" hatte zum ersten Mal seit 1920 wieder am Samstag einen Leitartikel auf der Titelseite veröffentlicht.

Obamas Krieg an der Heimatfront: Terror "made in the USA".

Darin fordert sie die Verschärfung der Waffengesetze. In dem Artikel mit dem Titel "End the Gun Epidemic in America" (übersetzt: "Beendet die Waffen-Epidemie in Amerika") heißt es unter anderem, dass es ein "moralischer Frevel und eine nationale Schande" sei, dass Zivilisten einfach so "legal Waffen kaufen können, die dazu gemacht sind, Menschen mit brutaler Geschwindigkeit und Effizienz zu töten".

Sieben Schüsse auf die Moral

Der rechtskonservative Blogger Erick Erickson sieht das anders - und reagierte mit einem heftigen Tweet. Darauf ist der Leitartikel mit sieben Einschusslöchern zu sehen.

Dazu schreibt Erickson: "Ich habe Löcher in die NY Times geschossen." Zudem ist ein Beitrag von ihm verlinkt, in dem er seine Meinung zum US-Waffengesetz erläutert.

In einer Rede der Nation hat US-Präsident Barack Obama als Reaktion auf die Schießerei mit 14 Toten in San Bernardino erneut den Kongress aufgefordert, den Zugang zu Sturmgewehren, wie sie die Täter benutzt hätten, zu erschweren.

Die schmerzhaften Erfahrungen der Vergangenheit zeigen jedoch, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass seinem Appell für strengere Waffengesetze in den USA auch wirklich Taten folgen. (cai)