Während Donald Trump für seine Rede vor den Vereinten Nationen von verschiedenen Seiten Kritik einstecken muss, lobt Israels Premier die Worte des US-Präsidenten und wettert gegen die UN.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Rede von US-Präsident Donald Trump bei den Vereinten Nationen in New York gelobt.

"Nie eine kühnere Rede gehört"

"In meinen mehr als 30 Jahren Erfahrung mit den Vereinten Nationen habe ich noch nie eine kühnere oder mutigere Rede gehört", sagte Netanjahu nach einer Mitteilung seines Büros am Dienstag. "Präsident Trump hat die Wahrheit über die großen Gefahren ausgesprochen, denen unsere Welt gegenübersteht."

Teheran reagiert entsetzt auf Attacken des US-Präsidenten - Lob dagegen aus Israel.


Trump habe dazu aufgerufen, "diesen entgegenzutreten, um die Zukunft der Menschheit zu sichern".

Trump hatte am Dienstag seine erste Rede bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York gehalten und darin sowohl Nordkorea und den Iran verbal angegriffen und starke Kritik an den Vereinten Nationen selbst geübt.

Auch Netanjahu hat seinen Unmut gegenüber der UN geäußert, wenngleich sein Kritikpunkt ein anderer ist als der Donald Trumps.

Israels Ministerpräsident Benjamin warf den Vereinten Nationen eine feindliche Haltung gegenüber seinem Staat vor. "Es gibt keine Grenze an Verrücktheiten der UN, wenn es um Israel geht", sagte Netanjahu.

Streitpunkt Siedlungspolitik

Als Beispiel nannte er die Resolution des Sicherheitsrats gegen Israels Siedlungspolitik.

Dass die UN-Kulturorganisation Unesco die teils von Israel kontrollierte Altstadt von Hebron zum palästinensischen Weltkulturerbe erklärte, sei ein Schwindel. "Das ist schlimmer als Fake News. Das ist gefälschte Geschichte", sagte Netanjahu.

Es gebe aber immerhin Zeichen eines "positiven Wandels" im Verhältnis zur UN, äußerte er.

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© dpa