Außenministerin Annalena Baerbock und Arbeitsminister Hubertus Heil haben am Mittwoch eine Insel im Amazonasgebiet besucht. Von der nordbrasilianischen Stadt Belém aus fuhren die Grünen-Politikerin und ihr SPD-Kollege am Vormittag (Ortszeit) in einem Boot auf die nahe gelegene Insel Combu. Dort war unter anderem die Besichtigung einer Kakao-Kooperative geplant. In der Stadt Belém (portugiesisch für: Bethlehem) wollten sich Baerbock und Heil am Nachmittag die Arbeit in einem holzverarbeitenden Betrieb anschauen.

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In der Stadt war zudem ein Besuch der Umweltkontrollbehörde geplant. Dort wird unter anderem die Entwaldung des Amazonasgebietes überwacht und eine Ersatzaufforstung geplant. Der tropische Regenwald wird dabei mit Hilfe von Satelliten und Radarbildern beobachtet.

Laut Naturschutzorganisation WWF bindet der Amazonas, der größte Regenwald der Welt, zwölf Prozent des Süßwassers der Erde, und er ist Heimat für zehn Prozent aller Arten auf der Welt. Der WWF rechnet vor, dass schon rund 20 Prozent der ursprünglichen Fläche zerstört seien. Bei 25 Prozent könnte, so die Einschätzung von Wissenschaftlern, ein Kipppunkt erreicht werden, von dem an sich das Ökosystem nicht mehr regenerieren kann.  © dpa

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