Wolf Biermann sollte die Mauerfall-Gedenkstunde im Bundestag eigentlich nur musikalisch begleiten - und sorgte für einen Eklat. Der Liedermacher, der 1976 aus der DDR ausgebürgert wurde, nutzte die Gelegenheit dafür, um mit der Linkspartei als Nachfolger der SED abzurechnen. Er bezeichnete die Linken-Politiker als die "Reste der Drachenbrut" und "den elenden Rest dessen, was zum Glück überwunden ist".

Biermann ließ sich auch nach Ermahnung, er sei nur zum singen eingeladen, nicht stoppen. "Das Reden habe ich mir in der DDR nicht abgewöhnt und werde das hier schon gar nicht tun", sagte Biermann. Ob sie inhaltlich mit ihm übereinstimmen oder nicht - zumindest im letzten Punkt denken offenbar die Twitter-Nutzer ähnlich. Der Zwischenfall hat eine Lawine von Kommentaren ausgelöst.

Doch nicht nur im Kurznachrichtendienst, auch andernorts im Netz hat Biermanns Auftritt anscheinend die Leitungen zum glühen gebracht, wie dieser Nutzer vermutet:

Was wäre eine Provokation, wenn sich niemand darüber aufregen würde? Zum Glück gibt es genug Nutzer, die Biermann den Spaß nicht verderben wollen, und sich so richtig echauffieren:

Und manch einer stellt gleich seine Zurechnungsfähigkeit infrage:

Doch etwas mehr Humor würde den Anhängern der Linken besser stehen. Da sind sich viele Twitter-Nutzer einig:

Doch in den meisten Tweets erntet Biermann Applaus für seine Aussagen:

Dafür hätte es wohl nicht gereicht, wenn er sich auf die Musik beschränkt hätte:

Einen neuen Namen hat er sich aber auch in der Musikszene damit gemacht:

Und mit seiner Wortwahl hat Biermann sich auch das jüngere mystery-affine Publikum erschlossen:

Unterm Strich lautet die Frage, die heiß diskutiert wird: "Darf man sowas?" Dabei hat Biermann die Frage schon durch seinen Auftritt beantwortet: