Nach den Anschlägen von Paris wurde ein erster Attentäter identifiziert. Alle weiteren Entwicklungen nach der Terrorserie, die nicht nur die französische Hauptstadt, sondern die ganze Welt bis ins Mark erschüttert hat, lesen Sie in unserem Liveblog.

Terroristen haben am Freitagabend in Paris mindestens 132 Menschen getötet. Frankreichs Präsident François Hollande machte am Samstagvormittag die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich und sprach von einem "Kriegsakt". Inzwischen wurde einer der Attentäter identifiziert. Alle Meldungen zu aktuellen Entwicklungen bei uns im Liveblog.

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Was wir wissen:

- Am Freitagabend griffen Terroristen mehrere Orten in Paris an, darunter eine Konzerthalle.

- Mindestens 132 Menschen sterben bei den minutiös geplanten Anschlägen. Rund 250 werden verletzt.

- Der Islamische Staat (IS) bekennt sich zu den Angriffen.

- Frankreichs Präsident Francois Hollande erklärt der Terrormiliz den Krieg.

Alle Entwicklungen vom Samstag finden Sie hier.


LIVEBLOG


+++ Athen veröffentlicht Foto im Zusammenhang mit Paris-Anschlägen (21:19 Uhr) +++

+++ Attentäter wohl in direktem Kontakt mit dem IS (21:10 Uhr) +++

+++ Opferzahl offenbar auf 132 gestiegen (21:02 Uhr) +++

+++ Knall löst Panik aus - keine Schüsse (19:15 Uhr) +++

+++ Französische Polizei veröffentlicht Fahndungsfoto (18:47 Uhr) +++

+++ USA und Frankreich wollen Kooperation im Anti-IS-Kampf verstärken (18:38 Uhr) +++

+++ Hollande will Ausnahmezustand auf drei Monate verlängern (18:07 Uhr) +++

+++ Freundschaftsspiel gegen die Niederlande soll stattfinden (14:08 Uhr) +++

+++ Ein Deutscher ist unter den Todesopfern. (10:57 Uhr) +++

+++ Einem der drei Terrorkommandos ist die Flucht gelungen. (9:20 Uhr) +++


21:31 Uhr: Mit einer Gedenkmesse in der Kathedrale Notre-Dame hat Frankreich die unschuldigen Opfer der Terroranschläge vom Freitagabend gewürdigt. "Männer und Frauen wurden grausam hingerichtet", sagte der Kardinal von Paris, André Vingt-Trois, nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP. Die Kirche war bei der Messe am Sonntagabend brechend voll.

"Unsere Versammlung heute Abend hat vor allem zum Ziel, den Schmerz ihrer Angehörigen zu teilen, (den Schmerz) ihrer Freunde, für sie zu beten", sagte der Kardinal. Auch für das Land gelte es zu beten. Der Gottesdienst fand unter scharfer Bewachung statt. Die Kathedrale war von der Polizei umstellt worden und mit Barrikaden abgesperrt. Beamte untersuchten die Taschen der Teilnehmer.


21:19 Uhr: Griechenland hat Name und Foto des Syrers veröffentlicht, dessen Pass die französischen Behörden in der Nähe der Leiche eines Selbstmordattentäters gefunden haben. Es handelt sich um Ahmad Almohammad, wie der für Migration zuständige Vizeminister Ioannis Mouzalas bei einer Pressekonferenz in Athen bekanntgab. Er bestätigte Informationen vom Vortag, wonach der Syrer am 3. Oktober an Bord eines Bootes mit 198 Flüchtlingen auf der griechischen Insel Leros angekommen und als Flüchtling registriert worden war. Anschließend soll der Mann weiter auf der Balkanroute nach Westeuropa gereist sein. Der Pass war in der Nähe eines Mannes gefunden worden, der sich am Freitagabend am Stade de France in die Luft gesprengt hatte.



21:10 Uhr: Die Attentäter von Paris standen vor den Anschlägen offenbar in direktem Kontakt mit Mitgliedern des "Islamischen Staats" (IS). Das meldet die "New York Times", die sich auf "Offizielle auf beiden Seiten des Atlantiks" beruft. Die Terroristen sollen verschlüsselte Kommunikationstechnologien verwendet haben.



21:06 Uhr: Die Anschläge von Paris sind nach Angaben des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve im Ausland vorbereitet worden. Das sagte er am Sonntag nach einem Treffen mit seinem belgischen Kollegen Jan Jambon in Paris. "Sehr viele von denen, die in Belgien waren, und zur Organisation und Umsetzung dieser Attentate beigetragen haben, waren den französischen Diensten nicht bekannt", sagte Cazeneuve.


21:02 Uhr: Die Anzahl der Opfer ist offenbar von 129 auf 132 gestiegen. Die Nachrichtenagentur "AFP" berichtet, dass drei weitere Menschen in Krankenhäusern gestorben sein.


20:25 Uhr: SPD-Chef Sigmar Gabriel hat nach den Terroranschlägen in Paris vor einer Ausweitung des militärischem Engagements in Syrien gewarnt. "Wir haben ja gesehen, dass alles militärische Engagement der letzten Jahre und Jahrzehnte im Nahen Osten gerade zur Erweiterung der Gewalt und nicht zur Eindämmung geführt hat", sagte der Vizekanzler am Sonntagabend im ZDF. "Erst mal dazu zu kommen, dass Waffenruhe der Bürgerkriegsparteien in Syrien herrscht und dann gemeinschaftlich gegen den IS zu kämpfen, das ist der richtige Weg", fügte er hinzu.


20:12 Uhr: Nach den verheerenden Terroranschlägen in Paris sind nach Informationen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière möglicherweise noch mehrere Täter auf der Flucht. "Am besorgniserregendsten ist die Information, dass möglicherweise noch eine Tätergruppe in Frankreich unterwegs ist", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im ZDF. Deswegen sei es richtig, die Kontrollen an der Grenze zu Frankreich zunächst beizubehalten. Die belgische Justiz schrieb am Sonntag einen 26-jährigen Verdächtigen international zur Fahndung aus. Spuren hatten auch nach Belgien in die dortige Islamistenszene geführt. "Wir untersuchen mit Hochdruck alle möglichen Deutschland-Bezüge", so de Maizière weiter. "Es wird jetzt jeder Stein umgedreht, ob es irgendeinen Bezug gibt."


19:28 Uhr: "Spiegel Online"-Journalist Raniah Salloum, der sich derzeit in Paris befindet, schreibt via "Twitter", dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt habe: "Es war Fehlalarm. Wir rannten trotzdem in Deckung und sind nun weg von der Straße. Alle noch am Zittern."


19:12 Uhr: Christof Lang, "n-tv"-Reporter in Paris, kann nicht bestätigen, dass Schüsse gefallen sind. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe des Place de la République, wo die Schüsse angeblich gefallen sein sollen. Offenbar hat es sich lediglich um einen nicht identifizierbaren Knall gehandelt.


19:02 Uhr: Es gibt Berichte, dass erneut Schüsse in Paris gefallen sind. Die Lage ist derzeit unklar. Es soll zu einer Panik gekommen sein.


18:47 Uhr: Die französische Polizei hat ein Fahndungsfoto eines Mannes veröffentlicht, der im Zusammenhang mit den Angriffen in Paris steht. Die französische Polizei sucht demnach nach einem Mann, 1,75 Meter groß mit braunen Augen.


18:38 Uhr: Die USA und Frankreich wollen nach den Anschlägen in Paris verstärkt im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat zusammenarbeiten. Nach Pentagon-Angaben vom Sonntag verständigten sich US-Verteidigungsminister Ashton Carter und sein Amtskollege Jean-Yves Le Drian in einem Telefonat auf "konkrete Maßnahmen", die das Militär beider Seiten "zur Intensivierung der engen Kooperation ergreifen sollte". Einzelheiten dazu wurden nicht genannt.

Carter bekräftigte die feste Entschlossenheit der USA, "Frankreich zu unterstützen und gemeinsam zu handeln, um sicherzustellen, dass dem IS eine dauerhafte Niederlage zugefügt wird". Die USA und Frankreich fliegen bereits seit einiger Zeit Angriffe gegen Stellungen der Extremisten in Syrien.


18:16 Uhr: Nach den Terroranschlägen von Paris ist ein Verdächtiger auf der Flucht. Die belgische Justiz schrieb im Zusammenhang mit den Ermittlungen eine Person international zur Fahndung aus, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Sonntag unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft berichtete.


18:07 Uhr: Frankreichs Präsident François Hollande will den nach den Anschlägen von Paris verhängten Ausnahmezustand auf drei Monate verlängern. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Parlamentskreise. Das Parlament müsste für eine Verlängerung über zwölf Tage hinaus ein Gesetz beschließen.



17:34 Uhr: Ein möglicher Beteiligter an den Anschlägen könnte nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen noch auf der Flucht sein. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. Demnach sind die Ermittler auf drei Brüder gestoßen: Einer ist bei den Anschlägen gestorben. Der zweite wurde in Belgien festgenommen, ohne dass klar sei, ob er bei der Terrorserie mitgewirkt hat. Der Aufenthaltsort des dritten Mannes sei nicht bekannt - er könnte den Angaben zufolge einer der gestorbenen Attentäter oder möglicherweise flüchtig sein.


Toter Deutscher stammt aus München

16:49 Uhr: Der Deutsche, der bei den Anschlägen von Paris ums Leben gekommen ist, stammte offenbar aus München. Der 28-Jährige habe seit längerem in Frankreichs Hauptstadt gelebt, teilte Andreas Müller-Cyran, fachlicher Leiter des Kriseninterventionsteams München, der Deutschen Presse Agentur mit.


16:20 Uhr: Die USA werden zusammen Frankreich die Luftangriffe auf den Islamischen Staat ausweiten. Das kündigte der Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Ben Rhodes, in einem NBC-Interview an.


15:48 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck hat nach den Anschlägen in Paris von einem "Krieg" gesprochen. "Wir leben in Zeiten, in denen wir Opfer einer neuen Art von Krieg beklagen", sagte Gauck in der zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Bundestag in Berlin. Frankreichs Präsident François Hollande hatte die Anschlagsserie mit 129 Toten zuvor als "Kriegsakt" bewertet.


15:13 Uhr: Zwei der getöteten Attentäter von Paris lebten zuletzt im Großraum Brüssel. Es handele sich um zwei Personen mit französischem Pass, wie die Brüsseler Staatsanwaltschaft nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga mitteilt.


Steuerung durch IS-Spitze?

15:06 Uhr: Nach Ansicht des Terrorexperten Peter Neumann lässt die minutiöse Koordination der Anschläge von Paris auf eine Steuerung von ganz oben schließen.

"Die Qualität dieses Anschlags war schon eine neue. Es ist nicht neu, dass der IS in Europa Anschläge verüben möchte. Das haben wir in den letzten Monaten schon mehrfach gesehen. Aber das waren meistens relativ unkomplizierte und einfache Aktionen, wo der IS gesagt hat: Liebe Anhänger, macht bitte was auf eigene Faust. Dieser Anschlag in Paris dagegen war organisiert und koordiniert. Hier haben unterschiedliche Teams zusammengearbeitet, die offensichtlich relativ gut ausgebildet, sehr routiniert und geschickt waren. Die Leute hatten Expertise, sie haben Suizid-Westen benutzt, die gar nicht so einfach zusammenzubauen sind. Das deutet auf eine andere Qualität hin, möglicherweise sogar auf eine Koordination aus Syrien heraus", sagt Neumann im Interview mit der Deutschen Presse Agentur.


15:04 Uhr: Die gesamte Bundesregierung um Kanzlerin Angela Merkel will das Testländerspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Dienstag in Hannover gegen die Niederlande besuchen. Das berichtet am Sonntag die "Bild"-Zeitung.


14:49 Uhr: Die Band Eagles of Death Metal, die zum Zeitpunkt der Geiselnahme im Bataclan spielte, sagt ihre drei für diese Woche geplanten Deutschland-Auftritte ab. "Die Konzerte am 17.11. in Köln, am 19.11. in München und am 22.11. in Bremen fallen ersatzlos aus", teilt Veranstalter Marek Lieberberg mit. Tickets werden demnach an den Vorverkaufsstellen zurückerstattet.
Einige Crewmitglieder der Band gelten immer noch als vermisst. §Man muss befürchten, dass sie leider Opfer dieser verabscheuungswürdigen Angriffe geworden sind", sagte Marek Lieberberg der dpa.


14:20 Uhr: Die offenen Fragen:

- Sind weitere Deutsche unter den Toten? Noch sind nicht alle Opfer identifiziert.

- Wie viele Terroristen sind noch auf der Flucht? Gibt es weitere Komplizen?

- Wer waren die anderen Attentäter? Bislang ist erst einer der Angreifer identifiziert.

- Was hat es mit dem Mann aus Montenegro auf sich, den die bayerische Polizei bereits am Donnerstag festnehmen konnte.


14:08 Uhr: Wie "Sport1" berichtet, soll das Freundschaftsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande am Dienstag stattfinden. Offiziell werde der DFB die Entscheidung im Laufe des Nachmittags verkünden.


14:05 Uhr: Einer der Attentäter, die sich in der Nähe des Stade des France selbst in die Luft gesprengt hatten, hat den Anschlag offenbar zunächst überlebt. Das berichtet die französische Zeitung "Le Point". Der Mann soll einen Sprengstoffgürtel getragen, diesen jedoch nicht korrekt gezündet haben. Rettungskräfte leisteten dem Mann erste Hilfe. Dennoch verstarb er auf dem Weg in Krankenhaus. Er soll 27 Jahre alt und Ägypter gewesen sein.


Schweigeminute in ganz Europa

13:44 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der EU rufen für morgen um 12.00 Uhr alle Europäer zu einer Schweigeminute auf. "Das Gute ist stärker als das Böse", erklären sie in einer gemeinsamen Stellungnahme mit den EU-Institutionen. "Wir werden alles Notwendige tun, um Extremismus, Terrorismus und Hass zu bekämpfen." Die Anschläge von Paris würden als an Angriff gegen alle EU-Staaten gewertet.


13:36 Uhr: Bei der Anti-Terror-Razzia in Brüssel sind nach Angaben der Bürgermeisterin insgesamt fünf Personen festgenommen worden. "Es ist anzunehmen, dass es sich um ein Netzwerk handelt", so sagte Françoise Schepmans dem Rundfunksender RTBF Nähere Informationen gab sie allerdings nicht.


Germanwings-Helfer waren im Stade de France

13:00 Uhr: Während der Terroranschläge von Paris sind rund 1.200 französische Helfer am Freitagabend im Fußballstadion gewesen, die nach dem Germanwings-Absturz im März im Einsatz waren. "Besonders für sie war es natürlich eine besondere Tragik, dass sie hören mussten, das an diesem Abend wahrscheinlich mehr als 140, 150 Opfer von Terroranschlägen wurden", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Samstagabend in den ARD-"Tagesthemen".


Die Helfer waren als Dank und Anerkennung zu dem Freundschaftsspiel der deutschen und französischen Nationalmannschaft eingeladen worden. Wenige Stunden zuvor hatte Steinmeier bei einer Zeremonie in Paris Bürgermeister und Einsatzleiter mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.


12:30 Uhr: Wie Frankreichs Premierminister Manuel Valls mitteilt, sind inzwischen 103 Leichen identifiziert. 20 bis 30 müssen noch untersucht werden.


12:10 Uhr: Offenbar gibt es neben dem toten Deutschen auch mehrere Verletzte mit deutscher Staatsangehörigkeit. Das meldet der Paris-Korrespondent der ARD, Mathias Werth bei Twitter. Demnach habe der Deutsche in einem der angegriffenen Cafés auf der Terrasse gesessen.


11:47 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, sollen in dem heute Morgen sichergestellten Auto der Attentäter mehrere Kalaschnikovs gefunden worden sein. Die Anzeichen, dass sich einer oder mehrere Terroristen auf der Flucht befinden, verdichten sich damit.



11:26 Uhr: In dem heute morgen sichergestellten Fahrzeug der Attentäter hat die Polizei Waffen gefunden. Weitere Angaben, um welche Waffen es sich dabei handelt, gibt es bisher nicht. Das meldet der französische Fernsehsender BFMTV.


11:22 Uhr: Einem Bericht der französischen Sportzeitung "L’Équipe" zufolge haben zwei Attentäter versucht, ins Stadion beim Länderspiel Frankreich gegen Deutschland zu gelangen. Beide sollen aber entgegen anderslautender Berichte keine Tickets für die Partie gehabt haben und deswegen auch nicht ins Stade de France gekommen sein, schreibt das Blatt. Um 21.05 Uhr am Freitagabend und damit etwa fünf Minuten nach Anpfiff soll dem Bericht zufolge einer der Attentäter im Sektor Ost, der andere im Sektor Nord vergeblich versucht haben, in den Stadionbereich zu kommen.
Das "Wall Street Journal" hatte dagegen berichtet, dass mindestens ein Attentäter ein Ticket für das Spiel gehabt haben sollte. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck aber aufgehalten worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten. Beim Versuch zu entkommen, habe der Mann den Sprengstoff zur Explosion gebracht.


Deutscher unter den Opfern von Paris

10:57 Uhr: Bei den Attentaten von Paris ist ein deutscher Staatsangehöriger getötet worden. Ob auch Verletzte unter den Opfern sind, konnte das Auswärtige Amt am Sonntag in Berlin zunächst nicht sagen.

"Wir müssen leider bestätigen, dass unter den Todesopfern der Anschläge von Paris auch ein deutscher Staatsangehöriger ist", teilte ein Sprecher mit.

Aus dem Außenministerium hieß es weiter, der Krisenstab und die Botschaft Paris seien in engem Kontakt mit den französischen Behörden. Die Identifizierung der Opfer sei noch nicht vollständig abgeschlossen. Es lägen auch noch keine vollständigen Angaben über die Identitäten der Verletzten vor.


10:48 Uhr: Einer der Attentäter von Paris ist möglicherweise über die Balkanroute nach Frankreich gereist.Ein 25-Jähriger namens Ahmed Almuhamed sei mit einem syrischen Pass am 7.Oktober aus Mazedonien nach Serbien eingereist, berichtet nach die serbische Zeitung "Blic". Er sei im Erstaufnahmezentrum in der südlichen Stadt Presevo registriert worden. Die französischen Behörden haben sich laut dem Blatt an Belgrad gewandt, um nähere Informationen über den Mann zu bekommen.

Der Mann sei bei seinem Transit durch Serbien nicht bewaffnet gewesen. Das Ministerium für Bürgerschutz in Athen berichtet, dass einer der mutmaßlichen Terroristen Anfang Oktober aus der Türkei nach Griechenland gekommen sein könnte, doch wisse man nicht, durch welche Länder der Mann dann weitergereist sei.

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Terror in Paris: Frankreichs Hauptstadt von Anschlagswelle erschüttert

Frankreich wird von einer der schlimmsten Anschlagsserien seiner Geschichte erschüttert. Innerhalb kürzester Zeit ereignen sich in Paris zwei Explosionen, mehrere Schießereien und eine Geiselnahme.


10:38 Uhr: Die Terroranschläge von Paris müssen aus Sicht der bayerischen CSU zu einer schärferen Kontrolle der nach Deutschland und Europa kommenden Flüchtlinge führen. "Der Kontinent muss sich besser schützen vor Feinden, die vor nichts zurückschrecken", so der bayerische Finanzminister Markus Söder der "Welt am Sonntag". "Die Zeit unkontrollierter Zuwanderung und illegaler Einwanderung kann so nicht weitergehen. Paris ändert alles."

Es könne nicht sein, dass die Behörden nicht wüssten, wer nach Deutschland kommt und was die Menschen hier machen. "Diesen Zustand müssen wir mit allen Mitteln beenden. Nicht jeder Flüchtling ist ein IS-Terrorist. Aber zu glauben, dass sich kein einziger Bürgerkrieger unter den Flüchtlingen befindet, ist naiv."

Eine gewagte Aussagen, vor allem weil mehrere Politiker bereits davor gewarnt hatten, Flüchtlinge zu Leidtragenden der Anschläge zu machen.


10:16 Uhr: Die Titelblätter der französischen Presse am Sonntag.

Auto der Attentäter gefunden - Terroristen auf der Flucht?

09:40 Uhr: Bei dem gefundenen Auto soll es sich um einen schwarzen Seat handeln, der nach Einschätzung der Ermittler von den Terroristen benutzt wurde, die vor mehreren Cafés und Restaurant wahllos Menschen erschossen. Unklar ist jedoch, ob die Täter auf der Flucht sind oder gestern in Belgien festgenommen werden konnten.


09:20 Uhr: Ermittler haben ein zweites Auto der Attentäter von Paris östlich der französischen Hauptstadt gefunden.

Nach Einschätzung der Ermittler bedeute dies, dass einem der drei Terrorkommandos die Flucht gelungen ist. Das berichtet der Sender "Europe 1".


09:10 Uhr: Der Sender "Sky News" veröffentlicht bei Twitter ein verstörendes Video. Es zeigt den Moment der ersten Schüsse während des Eagles-of-Death-Metal-Konzerts im Club "Bataclan". Die Gewehrsalven sind gut zu hören.


Ein Attentäter identifiziert

09:00 Uhr: Ein Selbstmordattentäter, der sich im Nachtclub "Bataclan" in die Luft sprengte, ist identifiziert worden. Das berichtet die französische Tageszeiung "Le Monde". Der 29-jährige Ismael Omar Mostefai wurde anhand eines gefundenen Fingers identifiziert. Er soll in Paris gelebt haben, Familienvater sein und sich 2013 bis 2014 in Syrien aufgehalten haben.
Der Vater und der Bruder des Attentäters wurden gestern Abend in Gewahrsam genommen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlungskreise meldet. Der Bruder des 29-jährigen Attentäters lebt demnach in einem Ort südlich von Paris, der Vater gut 100 Kilometer weiter östlich.


08:45 Uhr: Die wichtigsten Neuigkeiten zum Terror in Paris aus der Nacht:

- Offenbar wollten die Täter ein noch größeres Blutbad anrichten. Wie das "Wall Street Journal" meldet, hatte mindestens ein Attentäter eine Karte für das Spiel Frankreich gegen Deutschland gehabt haben. Er wurde von Sicherheitskräften aufgehalten.

- Erste Spuren weisen nach Belgien. Bei einer Razzia nimmt die Polizei mehrere Menschen fest. Einer der Festgenommenen soll sich am Freitagabend in Paris aufgehalten haben.

- Die Zahl der Toten ist auf 129 gestiegen.

- Die Angriffe sollen minutiös geplant worden sein. Das erklärten Ermittler in einer Pressekonferenz.

- In ganz Paris legen Menschen Blumen an den Anschlagsorten nieder.

Mit Material der dpa