Generalbundesanwalt Peter Frank informiert nach dem Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz in Berlin über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Die Pressekonferenz zur Nachlese.

15:39 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet

15:33 Uhr: Resonanz auf Ereignis wird beobachtet

Es sei schon länger so, dass Anschläge wie der in Berlin positive Reaktionen in bestimmten Kreisen hervorriefen, sagt Münch. Es würden islamistische Kreise ebenso beobachtet wie das rechte Spektrum.

15:29 Uhr: Verdächtiger war polizeilich bekannt

Münch zufolge war der Verdächtige polizeibekannt, allerdings im kleinkriminellen Bereich. Er sei nie in Zusammenhang mit Waffengewalt gebracht worden.

15:25 Uhr: Suche nach belastbaren Beweisen

Die Frage sei nicht, ob man Beweise gefunden habe, die den Verdächtigen entlasteten, sagt Münch. Vielmehr gehe es darum, belastende Beweise zu finden. Zudem müsse man den Tatablauf lückenlos rekonstruieren.

15:21 Uhr: Tätergruppierung nicht auszuschließen

Man warte noch gewisse Untersuchungsergebnisse ab, um zu beurteilen, ob der Verdächtige tatsächlich der Täter sei, erklärt Frank. Es bestehe aber die Möglichkeit, dass er es nicht sei - und dass man deswegen keinen Haftbefehl beantrage.

Noch sei unklar, ob es sich um einen Einzeltäter handle. Auch eine Tätergruppe komme durchaus in Frage.

15:16 Uhr: Anschlag oder terroristischer Anschlag?

Die Bundesanwaltschaft "geht von einem terroristischen Hintergrund aus", sagt Frank. Das sei die Grundannahme der Ermittlungen, gesichert sei diesbezüglich noch nichts.

Ein Funkwagen habe den Verdächtigen nahe der Siegessäule festgenommen.

15:11 Uhr: Suche nach Beweisen in Berlin-Tempelhof

Die Dursuchungsaktion in Berlin-Tempelhof sei im Zusammenhang mit dem Attentat gestanden, sagt Münch.

Man wisse, dass eine Person aus dem Lkw ausgestiegen und von Zeugen beobachtet worden sei. Ob hinter dieser noch weitere Unterstützer oder Täter stehen, wisse man nicht. Unklar sei auch, ob die Person angeleitet worden sei.

15:06 Uhr: Es kommt auf Indizienbeweise an

Noch ist kein Haftbefehl für den Verdächtigen ausgestellt. Kandt zufolge stand die Person nach der Tat "nicht lückenlos unter Beobachtung" von Sicherheitskräften. Man sei auf Indizienbeweise angewiesen.

In den kommenden Tagen werde die Polizeipräsenz in Berlin erhöht, um im Bedarfsfall einzugreifen. Kandt rechnet damit, dass die Maßnahmen jedenfalls bis Silvester greifen werden.

Laut Frank ermittle man schon seit gestern Abend "in alle Richtungen" und stehe auch in Kontakt mit ausländischen Behörden.

15:04 Uhr: Sind Weihnachtsmärkte nun gefährdeter?

Die Lageeinschätzung habe sich nicht geändert, sagt Polizeipräsident Kandt. Es gebe Restrisiken, die man nicht ausschließen könne. Heute sei es jedoch nicht gefährlicher, auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen, als gestern.

Auch Münch und Frank betonen, dass es zwar wichtig sei, innezuhalten, dass man sich das "freie Leben" in Deutschland jedoch nicht kaputt machen lassen dürfe.

14:59 Uhr: Abteilung Terrorismus ermittelt

Ermittelt werde zunächst wegen mehrfachen Mordes und versuchten Mordes. Wegen einer "besonderen Bedeutung des Falles" beschäftige sich die Generalbundesanwaltschaft mit dem Fall, erklärt Frank. Aufgrund der Ähnlichkeit mit der Fahrt in Nizza und des damit beabsichtigten Aufsehens habe man die Ermittlungen an sich gezogen. In der Generalbundesanwaltschaft ist die Abteilung Terrorismus damit betraut.

14:55 Uhr: Tatwaffe ist noch nicht gefunden

Aktuell gebe es nur einen Tatverdächtigen, bei dem noch nicht sicher sei, ob er der Täter sei, sagt Münch. Die Tatwaffe sei noch nicht gefunden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt könne man nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es noch weitere Täter gebe.

14:53 Uhr: Lkw hatte GPS

Die Polizei wurde Kandt zufolge erst nach der Tat auf den Lkw aufmerksam. Aktuell werden die aufgezeichneten Bewegungen des Sattelschleppers ausgewertet.

14:49 Uhr: Woher kommen die Zweifel an der Täterschaft?

Noch sei nicht abschließend geklärt, ob man den Falschen verhaftet habe, sagt Frank. Woher die Zweifel an der Täterschaft kommen, sagt er nicht.

In der Vergangenheit habe man häufig recht schnell ein Bekennervideo bekommen. Daher sei der Hintergrund noch nicht abschließend geklärt.

Aufgrund des Zieles und des Modus operandi könne man zwar auf einen islamistischen Hintergrund schließen, es könne sich jedoch auch um einen Nachahmungstäter handeln.

Münch betont, ein Verdächtiger sei noch kein Täter. Auch wenn man einen Verdächtigen habe, müsse man die Ermittlungen in mehrere Richtungen weiterführen.

14:44 Uhr: Warum gab es keine Betonbegrenzungen?

Man habe im Vorfeld Sicherheitsüberlegungen angestellt, sagt Polizeipräsident Klaus Kandt. Es gebe jedoch Hunderte sogenannte "weiche" Ziele.

Das Risiko sei Realität geworden. Selbst man an den Eingängen von Weihnachtsmärkten Betonklötze abstelle, könne man ein Restrisiko nicht ausschließen.

Man könne nicht jede Gefahrenstelle in Deutschland absichern, betont Münch. Allerdings hätten in diesem Fall die Sicherheitsbemühungen nicht gefruchtet.

14:41 Uhr: Was geschah vor und nach der Tat?

Es gehe nun vorrangig darum, die offenen Fragen so rasch wie möglich zu klären, sagt der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch.

Schon vor der Tat sei klar gewesen, dass in Deutschland eine Gefahr für Anschläge bestehe. Die Sicherheitsbehörden der Republik hätten sich diesbezüglich ausgetauscht.

Die Einschätzung der Bedrohung, die schon vor dem Angriff in Berlin getroffen worden sei, habe sich bestätigt - eine höhere Gefahr bestehe deswegen nicht, betont Münch.

14:39 Uhr: Generalbundesanwaltschaft geht von Anschlag aus

Darauf deute die Vorgehensweise hin, die an das Attentat in Nizza erinnere. Eine Bekennerschrift liege aktuell nicht vor.

Man wisse nicht abschließend, ob es sich um einen oder mehrere Täter handle. Diese Prüfungen seien nicht abgeschlossen. Der Lkw werde kriminaltechnisch untersucht.

"Wir müssen uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass der Festgenommene nicht zur Tätergruppe gehört", sagt Frank.

14:36 Uhr: Die derzeitige Erkenntnislage

Sattelschlepper fuhr in die Einfahrt des Weihnachtsmarktes

Nach 60 bis 80 Metern kam er zum Stehen

45 Personen sind verletzt, drei davon schwer, elf Menschen sind tot

Auch der Fahrer des Sattelschleppers ist tot - er wurde wohl als Beifahrer des Attentats erschossen

14:33 Uhr: Die Pressekonferenz startet

Peter Frank fängt mit einigen persönlichen Bemerkungen an. Er drückt sein Mitgefühl denjenigen aus, die gestern Abend Angehörige verloren haben, verletzt wurden oder Zeugen dieses "schrecklichen Geschehens" wurden.

Wir halten Sie auch in einem Live-Blog über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anschlag in Berlin: Aktuelle News und Informationen