Der Kreml ist anders als von US-Medien berichtet nach eigenen Angaben nicht im Besitz brisanter Informationen über das Privatleben und die Finanzen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump.

"Der Kreml hat keine kompromittierenden Dokumente zu Trump", sagte am Mittwoch Präsidentensprecher Dmitri Peskow. Entsprechende Meldungen seien Falschinformationen. Russland sammle weder Material über Trump noch über die demokratische Gegenkandidatin Hillary Clinton. "Das ist eindeutig ein Versuch, die bilateralen Beziehungen zu stören", sagte Peskow.

Rund um angeblich "kompromittierendes Material" bleiben viele Fragen.

Zuvor hatte der US-Nachrichtensender CNN berichtet, die US-Geheimdienstchefs hätten Trump darüber informiert, dass Russland belastende Informationen über ihn habe. Rund um dieses "kompromittierende Material" bleiben aber viele Fragen.

Laut einer zweiseitigen Zusammenfassung, die Trump präsentiert worden sei, wisse Moskau Dinge über Trumps Privatleben und seine Finanzen, berichtete auch die "New York Times".

Während CNN zu den Details dieser angeblichen Informationen, die seit Monaten in Washington zirkulieren sollen, keine Angaben machte, veröffentlichte das Medienportal Buzzfeed 35 Seiten, auf denen unter anderem von Sexvideos mit Prostituierten in einem Moskauer Luxushotel 2013 die Rede war.

Trump selbst, der in neun Tagen in sein Amt eingeführt werden soll, dementierte die Angaben. Es handele sich um eine "totale politische Hexenjagd", schrieb der rechtspopulistische Immobilienmilliardär am Dienstagabend (Ortszeit) bei Twitter.

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(afp/dpa/tfr)